Dienstag, 25. August 2009

27.-31.07.2009 – Kakadu National Park

Unsere neue Mitfahrerin eingesackt, ging es als erstes ans Meer und zum Lake Alexander, der uns als guter Schlafplatz empfohlen wurde. Da wir in der Stadt noch einiges erledigt hatten, war es naemlich doch schon abend, als wir Elisa abholten und losfahrbereit waren.
Dort angekommen sahen wir bald, dass wohl auch andere Backpacker, den Tip bekommen hatten. Der komplette Parkplatz war vollgestopft mit Backpackerautos. Bald hatten wir auch die ersten kennengelernt und schnackten und die Jungs halfen sich gegenseitig beim Autoschrauben.



Am naechten Morgen liessen wir uns noch viel Zeit alles einzupacken und zu duschen, einzukaufen und dann ganz langsam Darwin zu verlassen. Unseren einzigen nennenswerten Stop vor dem Kakadu National Park machten wir am Victoria River, wo wir bei einem Crocodile Cruise mitfuhren. Dabei haben wir viel ueber Krokos gelernt (Salzwasserkrokodile waren es hier) und haben vor allem ihre Sprungfaehigkeiten bewundern koennen.
Dabei stossen sie sich mit ihrem Schwanz aus dem Wasser und schiessen dabei mit ihrem ganzen Koerper hoch, sodass oft nur noch der Grossteil des Schwanzes unter Wasser ist.
Die Maennchen werden bis zu 6m lang, die Weibchen nur bis zu 4m, was immer noch beeindruckend aussieht. Und im Gegensatz zu der allgemein verbreiteten Vorstellung dass sie gruen waeren, sind sie blond bis schwarz :D


beim Sonnenbaden


da prischt er sich an


ein grosser Sprung nach der Beute, aber das geht noch besser:




Jan, Elisa und Fabians abgehackte Nase an Board

Neben den Krokos haben wir auch noch die whistling Kites, von denen wir denken, dass es Bussarde sind. Vielleicht erkennt sie ja einer und kann mich verbessern ;)






sehr beeindruckend, wie die an einem vorbeizischen

Wieder an Land fuellten wir unseren Erlaubnisantrag fuer die Koolpin Gorge aus, die uns von Detlef empfolen wurde, den wir im Mirima National Park kennengelernt hatten. Nach dem wir uns den Antrag extra zum Crocodil Cruise Buero hatten hinfaxen lassen, mussten wir allerdings weiterfahren und es vom naechsten Motel aus zurueckfaxen, was fuer ein Aufstand.
Gegen Abend grade so noch in den Kakadu National Park reingefahren, naechtigten wir fast alleine auf der Two Mile Hole Camping Area und schnackten bei einem netten kleinen Lagerfeuer bis tief in die Nacht.


Zum Fruehstueck verschlug es uns zum Aurora Kakadu Resort, wo wir uns auch gleich auf machten den Gangarre Walk zum Billabong und durch den Wald zu erkunden.


Fleissige Wanderer


Billabong mit Krokowarnung



Ein ganz schoen stacheliger Kamerade


Einer meiner absoluten Favoriten: die 'Spiralpalme' :D

Danach machten wir uns zu den Mamukala Werlands auf, bei denen man von einem sogenannten Birdhide, also einer Holzhuette mit Ausguck, die Voegel beobachten konnte, die sich auf den Wetlands vergnuegten.

Nur diesen kleinen Riesenplatschfuss konnten wir leider nicht entdecken, den haett ich toll gefunden


Da wir alle nicht soo vogelbegeistert sind, ging es auch schon bald wieder weiter zum Bowali Visitor Center, wo wir zum einen hinterfragen konnten, dass uns unsere Erlaubnis fuer die Koolpin Gorge erteilt wurde und andererseits in einer Ausstellung viel uebeer die Aboriginie Kultur und in einem Film viel ueber die Tiere des Parks lernen konnten.
Fabian und ich waren uns schnell einig, dass es das beste Aboriginie Visitor Center is, was wir bisher gesehen haben.


...und auch das mit der schoensten Bank ;)

Als naechstes machten wir uns zum Bardedjilidji Sandstonewalk auf. Dort trafen wir eine interessante Reisegruppe, bestehend aus zwei deutschen Maedels, Annegret und Juliane, einem Englaender uns zwei Italiererinnen. Eine war Antonella, die beinahe unsere Mittfahrerin geworden waere, wenn wir sie zwei Stunden fruher erreicht haetten, jetzt aber nun grade schon dieser Gruppe zugesagt hatten. Die andere war Francesca, die der ganzen Gruppe Stress machte und staendig am rumheulen oder motzen war. Ihr momentanes Diskussionsthema: Der Mietwagen ist kaputt! Fabian hat schnell rausgefunden, dass es einfach nur eine kleine Plastikabdeckung war, die auf einer Seite ausgerissen war und hat das grosse boese Problem beseitigt.
Kaum war das geloest konnten wir sie mit ihren anderen Problemen alleine lassen und den Sandstonewalk erkunden, wo wir ein paar Felsmalereien, Hoehlen und naja, viele schoene Steine fanden.










Danach ging es zum Ubirr einem grossen Felsen, der fuer seine Malereien und fuer den schoenen Ausblick beim Sonnenuntergang bekannt ist. Was wir uns auch beides gleich angeschaut haben.


Die schoene Aussicht von der Spitze des Berges



An vielen Felswaenden und besonders iin kleinen Unterstaenden konnte man unzaehlig Malereien aus frueheren Tagen bestaunen. Die meisten von ihnen erzaehlten von den kulinarischen Genuessen, also der Beute oder von alten Geschichten, die Anweisungen enthielten, wie man zu leben hatte und vor was man sich in Acht nehmen musste. Zum Beispiel gab es Zeichnungen, die mehr oder weniger eine Kleideordnung vorschrieben, welche die ueber Geschichten vor Krokodilen warnten und welche die vorgaben wie man sich zu verhalten hatte.

Genug ueber die Malereien gestaunt, sicherten wir uns einen guten Sitzplatz und genossen den Sonnenuntergang...







Als wir nach Dunkelwerden den Platz verlassen mussten fuhren wir noch bis zum Malabanjbanjdju Camp gefahren, wo wir glatt unsere lustige Reisetruppe wiedergetroffen haben. Waehrend Franeska und der Englaender schon im Bett waren, gesellten sich Antonella, Annegret und Juliane noch zu uns an den Tisch und waren schnell ueberzeugt ein bisschen Killer Bunnies zu lernen.
Zum Glueck waren wir eh fast fertig als Franceska dann rauskam und sich beschwerte, dass wir zu laut sind und sie nich schlafen kann...
So ein Stress!

Nachdem sich unsere Wege am naechsten Morgen wieder getrennt hatten fuhren wir zum Nourlangie, einem weiteren Gebirgsteil, der mit Malereien gradezu ueberseht war.



Per Zufall haben wir einen der Free Ranger Talks mitbekommen, die es im ganzen Kakadu National Park zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Stellen gibt. Dieser ging ein wenig was ueber die Malereien, aber hauptsaechlich um da Kinship-System, ein in der Gegend verbreitetes aboriginie Verwandschaftssystem, das ueber verschiedene Namen festlegt, wer wen heiraten darf und so weiter und so fort. Sehr stressig aber auch eine gute Moeglichkeit in den doch recht kleinen Gruppen, in denen sie frueher unterwegs waren, die Inzucht zu verhindern und die Mischung mit anderen Gruppen zu erhoehen.

Da uns schon die Maegen knurrten dauerte es nicht lange bis wir zum Anbangbang Billabong weiter fuhren, wo wir endlich eine fruehstuecksgeeignete Picnicarea fanden und es uns trotz zu vieler Fliegen schmecken lassen konnten.


Kaum hatten wir aufgegessen wagtem wir den steilen Anstieg zum Mirray Lookout, wo wir sehr erschoepft oben ankamen und nur schnaufend die Aussicht genossen.




Danach kam ein her entspannender Programmpunkt, bei dem wir einfach nur langsam durch die Ausstallung des Warradjan Aboriginie Culture Center wanderten und genossen. Dieses hat auch glatt nochmal das Bowali Visitor Center uebertroffen und hat sich damit zum besten Aboriginie Center Australiens (unserer Meinung nach) gemausert.
Genug gelesenen und gelernt gingen wir wieder zur leichten Kost ueber und guckten uns auf einem kleinen Boardwalk die Landschaft des Yellow Waters an, dem wohl groessten Billabong im Kakadu National Park. Hier entdeckte Fabian auch die erste Blume, die er in Australien gesehen hat! (Ich hatte alleine heute schon mindestens drei fotographiert :p)




Als die beiden grossen Touribusse ankamen, ergriffen wir doch lieber die Flucht und fuhre zur Maguk Gorge weiter.
Hier fuehrte uns ein angenehmer Waldboardwalk durch den angenehm kuehlen Halbschatten des Waldes und am Ufer des huebschen klaren Flusses vorbei.




In der Region des Flusses angekommen, wo die Krokodile ferngehalten wurden, sahen wir viele kleinen Pools, angenehm zum schwimmen. Wir gingen allerdings noch bis zum Ende und warteten bis zum Wasserfall, bevor wir uns in die Fluten stuerzten.


Da die nahende Dunkelheit uns ein wenig unter Druck setzte, machten wir uns schnell wieder auf den Weg und machten nur noch einen einzigen kurrzen Stop am Bukbukluk Lookout,


bevor wir zum Mary River Roadhouse fuhren, wo wir uns unsere Erlaubnis und den Schluessel fuer die Koolpin Gorge abholen konnten und dann auch gleich wieder in diese Richtung weiterfahren konnten. Als wir noch einige Kilometer befestigte und vor allem noch einige Kilometer unbefestigte Strasse von der Gorge entfernt waren, beschlossen wir aus Sicherheits gruenden, lieber am Kambolgie Camiping Platz geblieben um die 4WD Strecke doch ehr am naehsten Morgen zu bewaeltigen.
Wie wir auf unserem Weg dann feststellten war das eine wirklich gute Entscheidung gewesen, die Strecke war ganz schoen mies und haette im Dunkeln doch schon gefaehrlich werden koennen.
Im Hellen wohlbehalten an dem Parkplatz angekommen sind, konnten wir es gar nicht abwarten und stiefelten gleich los! Am Fluss angekommen linksherum und immer dem Flussbett folgend. So stiefelten wir Ewigkeiten durch den Sand des Flussbettes, in den Teilen wo das Wasser nur in der Wetseason fliesst, immer weiter und immer weiter, bis uns auffiel, dass das Wasser immer weniger wurde und keine Spuren von anderen Leuten, die vor uns dort gewesen waeren mehr zu sehen waren. Wir waren schlicht und einfach in die falsche Richtung gelaufen! Na toll und das auch noch durch den tiefen Sand! Also die ganze Strecke wieder zurueck und noch mal von vorne. Das einzig Gute, wenn wir gleich in die richtige Richtung gegangen waeren, haetten wir die Krokodilfalle nicht entdeckt.



In dieser Richtung erwartete uns zum Glueck kein Sand mehr, sondern ehr Felsen zum drueberkrabbeln. Nachdem wir schon einige kleine nette Pools gesehen hatten, blieb Elisa zuruecku um das ganze zu geniessen und nicht mehr weiterklettern zu muessen. Wir restlichen drei kletterten tapfer weiter und wurden auch reichlich belohnt.
Als erstes entdeckten wir einen schoenen grossen Pool mit einer Ropeswing. Kurz ausgetestet, wie tief das Wasser is und schon ging das Geschwinge los.





Als wir uns dann endlich von der Ropeswing losreissen konnten und weiterkletterten, entdeckten wir noch einen weiteren schoenen grossen Pool.
Als wir den durchschwommen und den fast trockenen Wasserfall auf der anderen Seite erklommen hatten, entdeckten wir eine Etage hoeher noch einen kleinen Pool mit Wasserfall, der allerdings wirklich nicht mehr erkletterbar war.



Hier trafen wir ein australisches Paerchen, dass grade am Ende eines 12 Tage Wandertripps war. Sie erzaehlten uns dass es noch einige weitere schoene Pools gab, allerdings nur ueber einen Wanderweg zu erreichen, der wirklich Schuhe erfordert und wir mit unseren Pools auf wirklich schon die schoensten gesehen hatten. Daher beschlossen wir dann doch langsam umzukehren, damit wir unsere Fuesschen nicht kaputt machen und Elisa nicht ganz so lange alleine am Auto warten musste. Also zurueck geklettert und noch eine kleine Pause an unserer Ropeswing gemacht und weitergeschwungen, bis diese leider kaputtgerissen ist!



Da sahen wir uns dann doch gezwungen weiter zu gehen und Elisa vom Warten zu erloesen.
Am Auto angekommen trafen wir auch das Wanderpaerchen wieder. Sie hatten ihr Auto an dem Parkplatz des Gunlom Wasserfalls zurueckgelassen und wollten nun eigentlich bis zur Hauptstrasse wandern und dann zurueck trampen. Da wir aber nun schon mal da waren fragten sie ob wir sie nciht mitnehmen koennten. Da wir leider nicht genug Platz hatten, konnten wir ihnen nur anbieten, unseren Esky dazulassen und einen von beiden rueberzubringen, der dann das Auto nimmt, den zweiten, ihr Gepaeck und unseren Esky abholt. Gesagt getan. Doch dann fanden wir raus, dass der Mietwagen der beiden gar kein 4WDWagen war, sondern nur ein kleiner Stadtflitzer...Also am Ende der miesen 4WD Strecke angehalten, alle rausgeworfen und nochmal zurueck um das Gepaeck und alles abzuholen und soweit zu bringen, dass sie es selbst abholen konnten.
Als wir dann mit dem Autofahrer am Gunlom Fall ankamen bedankte er sich nochmal und gab uns auch noch Spritgeld. Waehrend wir uns den Wasserfall, erst von unten und dann von oben anschauten und noch ein schnelles Bad genommen haben und noch einige weiter oben liegende Wasserfaelle erschwommen, erklettert und viele kleine Rockpools entdeckt haben, fuhr er zurueck und brachte uns den Esky wieder, dekoriert mit der netten Einladung ihn doch unbedingt zu besuchen, falls wir mal nach Canberra kommen sollten.



Schwimmbecken am unteren Ende des Wasserfalls


und Staudammbauen am oberen Ende







und ein paar lustige Fruechte haben wir auch gefunden

Schon ging unsere Reise weiter und wir verliessen den National Park noch vor Dunkelwerden, gaben unseren Schluesssel am Roadhouse wieder ab und suchten uns eine nette Restarea, wo wir an einem netten Feuerchen all unsere Kakadu Eindruecke sacken lassen konnten.

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