Mittwoch, 25. Februar 2009

06.-09.02.09 Lysterfield Lake Park bis Launching Place

Und schon führte uns unser Weg nach Lilydale, wo wir uns gleich nach der Jobagentur Sarina Rousso umsahen und uns dort für Erntehelfer Jobs bewarben. Mit sofortigem Ergebnis: Nächsten Dienstag Vorstellung auf der Apfelfarm in Hoddels Creek.
Unsere restliche Zeit wollten wir nutzen um Melbourne ein wenig zu erkunden. Also als erstes in die Stadt, wo wir uns mit einem unserer Mitbewohner aus Brisbane getroffen haben, der auch zufällig gerade in Melbourne angekommen war.
Danach mussten wir natürlich erstmal den Strand erkunden.


Dort trafen wir einige Kiter und haben uns mit denen über die Bedingungen in der Port Phillip Bucht und den Wind der nächsten Tage unterhalten.
Uns wurde für den nächsten Tag Rye empfohlen, was am unteren Ende der Bucht liegt und nur 40km Fahrt entfernt sein sollte.
So verbrachten wir den Abend noch am Strand


und begannen dann noch den Weg hinunter und stoppten noch einmal bei Mc, wo wir leider nach 2Stunden hinausgeworfen wurden…
also setzten wir unseren Weg noch weiter bis zum Point Schnapper, wo wir im Hafen nächtigen konnten


Und schon ging es weiter auf dem Weg, der sich doch ehr als 70km erwiesen hat.
In Rye angekommen haben wir uns erstmal den Steg erkundet und es uns am Strand gemütlich gemacht.


Als wir uns dann endlich entschieden haben auch mal einen Kite aufzubauen, war der Wind für mich schon wieder zu stark und der Strand zu voll, sodass Fabian nur kurz im Wasser war. Zum Glück standen wir gerade draußen, als der Wind komplett gedreht hat. Am Strand sind alle Drachen weggeflogen, Fabian hat unseren zum Glück gerettet und alle Kiter, die auf dem Wasser waren mussten auslösen, also den Drachen aufs Wasser fallen lassen und zum Ufer zurück waten.
Abends haben wir uns noch bei Subway beworben, in der Hoffnung nicht Fruit Picken zu müssen, aber der blöde Manager hat sich leider nicht mal bei uns gemeldet.

Am nächsten Tag hat es geregnet, sodass wir den geplanten Strandbesuch durch eine lange Runde Internet im MCs ersetzen mussten. Abends haben wir uns dafür mit Sven getroffen. Er ist ein Freund von einem Freund von Fabian, der nach Australien ausgewandert ist und hier als E-Techniker arbeitet und Fabian bei der Suche nach einem Praktikum helfen wollte. Also sind wir Sven, seiner Freundin Robin und einer anderen Freundin der beiden essen gegangen und danach noch in die kleine gemütliche Bar Plan B.
Da Robin gerade dabei war umzuziehen hatten wir Glück und konnten in ihrer alten Wohnung übernachten und so in einer Wohnung mit einem richtigen Bett noch in Fabians Geburtstag hineinfeiern.

In besagter Wohnung haben wir auch gleich den Ofen für ein Geburtstagsmahl genutzt und uns endlich mal Lasagne gemacht. Leider haben wir den Fehler gemacht eine zu kaufen, anstatt eine selbst zu machen. Nur halb so lecker.
Danach sind wir noch in die Stadt gegangen ich war endlich beim Frisör und wir haben einen eeePc gekauft um auch ohne Strom ins Internet zu können oder Blog zu schreiben.
Als dann alles erledigt war, ging es weiter nach Lilydale, wo wir kurz angehalten haben um uns über die Feuer zu informieren, bevor wir nach Hoddles Creek gefahren sind, um herauszufinden wo die Apfelfarm ist und uns in Launching Place ein Nachtlager zu suchen. Da wir auf einem Hügel geschlafen haben, konnten wir im Dunkeln sogar das Licht der Flammen auf den anderen Hügeln sehen und morgens den Rauch riechen. Das war schon etwas gruselig!
Aber auf unserem Hügel waren wir laut der Anwohner sicher.

03.-05.02.2009 Inverloch bis Lysterfield Lake Park

Da es in Inverloch entlang des Strandes einen Pfad mit vier Fitnessstationen gab, konnte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen den Tag mit Sport zu beginnen.
Leider waren die Geräte total unbequem und die Übungen teilweise sehr doof oder schlecht für die Knie, sodass ich mehr als die Hälfte der Übungen durch andere ersetzt hab und auch bald keine Lust mehr hatte.
Also ging es weiter den Bunrong Costal Drive entlang über Cape Paterson nach Wonthaggi mit vielen schönen Ausblicken


dem Eagel Nest



und mal wieder einer kleinen Felsenkletterei




In Wonthaggi haben wir uns dann noch einen kleinen Schraubenziehersatz gekauft und versucht meine Kamera selber zu retten, wo aber leider nichts zu machen war und haben den Schraubenziehersatz nach seinem einmaligen Einsatz wieder zurück gegeben.
Danach haben wir uns auf dem Weg ach San Remo gemacht uns sind über die Brücke nach Phillip Island gefahren. Dort angekommen waren wir gerade noch rechtzeitig, um in der Touriinfo Karten für die Pinguin Parade zu kaufen, die ich zwar unverschämt teuer fand, aber trotzdem unbedingt sehen wollte! Zum Glück konnte ich meinen Freund geradeso noch davon überzeugen!
Also haben wir uns erstmal einen Campingplatz für die Nacht gesucht. Dort angekommen sind wir gleiche eine Runde in den Pool gesprungen und Duschen gegangen und haben beim darauf folgenden Essen unsere deutschen Nachbarn kennen gelernt. Ein hamburgerisches Geschwisterpaar, mit dem wir auch den Abend zusammen verbracht haben.


Aber erstmal auf zur Pinguin Parade. Zuerst konnte man sich eine Ausstellung angucken, die wir allerdings zum Großteil auf später verschoben haben, da uns immer die kleinen Asiaten direkt vor die Nase gelaufen sind. Also, wenn man etwas gelesen hat, direkt zwischen Leser und Text. Furchtbar!
Also haben wir uns lieber erstmal draußen einen Platz gesucht. Man konnte zwischen einer Tribüne und Plätzen direkt am Strand wählen. Wir haben uns gleich in erster Reihe auf den Sand gesetzt. Am Anfang wurden noch über Lautsprecher ein paar wissenswerte Details über die Pinguine und die Verhaltensregeln für den Abend erklärt, dann ging es auch bald schon los.
Die niedlichen nur 30cm großen Pinguine waren zuerst nur als weißte Punkte in den dunklen Wellen zu sehen und wagten sich dann in Gruppen von 3-10 Pinguinen über den Strand bis zu ihren kleinen Unterschlüpfen, die in den Dünen versteckt waren.
Dabei konnte man sie meist noch nicht allzu genau sehen, aber wir hatten Glück. Als die meisten Leute schon am gehen waren, konnten wir unseren Platz wechseln und konnten einen kleinen Pinguin ganz aus der Nähe beobachten. Der Kleine hatte den ganzen Tag auf seine Eltern gewartet, die im Futter aus dem Meer mitbringen würden. Also stand er alleine am Strand, direkt neben uns und wartete und plötzlich lief er los auf einen der nach Hause kommenden Pinguine zu und verfolgte ihn immer so lange bis er gefüttert wurde. Zu unserem Glück verfolgten die beiden sich noch bestimmt 5-10min direkt neben unseren Sitzen, bis sie doch letztendlich wie alle anderen in den Dünen verschwanden.


Leider war es etwas zu dunkel für schöne Fotos, aber die waren soooo süß!
Später sind wir dann wieder zurück gegangen und haben zwischen den Dünen noch viele Pinguine auf ihrem Heimweg gesehen.
Nachdem alle Asiaten abgereist waren konnten wir uns dann auch in aller Ruhe die Ausstellung anschauen und was über das harte Leben der kleinen Watschelfüßchen lernen.
Und wurden auf dem Parkplatz von diesem herrlichen Schild erinnert vorm Losfahren unter dem Auto zu gucke, ob sich dort nicht ein Pinguin versteckt hätte.


Zurück auf dem Campingplatz haben wir noch lange mit den beiden Hamburgern geschnackt und ein bisschen Bier und Wein getrunken. Und uns mal wieder gegenseitig Tipps für die weitere Reise gegeben.
Und dann noch ein Opossoum entdeckt, dass gehofft hat bei uns ein wenig Essen zu ergattern.

Am nächsten Morgen sind die beiden Hamburger abgereist und wir haben beschlossen es uns noch einen Tag auf dem Campingplatz gemütlich zu machen und mal einfach nur zu entspannen. Also viel Lesen, mal an den Strand, ein bisschen Billard und Tischtennis spielen und ein paar Mal in den Pool.
Der super vorteilhaft war. Laut dem Pool bin ich über 1,80m groß :D


So dass wir dann am nächsten Tag wieder entspannt genug waren um wieder etwas neues entdecken zu können.
Also haben wir uns zum Nobbi Center aufgemacht, wo es die Nobbi-Felsformationen und die Robbenfelsen zu sehen gab.


Hier gab es auch ein Blowhole, wie in Kiama. Leider hatte dieses eine andere Funktionsweise und war daher nicht halb so aktiv wie das in Kiama. Diesen Tag war überhaupt nichts zu sehen.



In den Dünen gab es auch wieder Pinguine zu sehen, leider waren die meisten von ihnen tot.


Auf dem Rückweg zur Brücke hielten wir noch am Pyramid Rock


am Woolami Beach, dem bekanntesten Surfer Beach der Insel


in der Schokoladen Fabrik, wo uns die Führung zu teuer war, wir aber ein kleines Probierpaket mit vielen verschiedenen Arten Schokolade mitgenommen haben


und an der Big Wave


Und schon waren wir wieder runter von der Insel. Und haben uns im nächsten Ort gleich das nächste Big Aussi Item , den Big Earth Worm angeguckt

der von einem kleinen Zoo aus sogar von Innen besichtigt werden kann, da im Inneren die Verdauung eines Wurmes simuliert wird.


Auf unserem weiteren Weg hoch nach Lilydale, kamen wir an dem Lysterfield Lake Park vorbei, wo wir uns leckeres Abendbrot gekocht und auch gleich übernahtet haben.
Es gab richtig leckere Bratkartoffeln, Zwiebeln und geiles Rindersteak (1kg für 4$ :D) von der BBQ Platte. Hmm war das lecker!

Dienstag, 24. Februar 2009

01.-02.02.2009 Sale bis Inverloch

Als wir in Sale geschlafen haben, hat es über Nacht geregnet, der erste Regen seit 8Wochen. (Deswegen wurde uns bisher in den Touriinfos auch von den ganzen National Parks mit Wasserfällen abgeraten)
Von Sale aus haben wir uns dann wieder auf den Weg gemacht und uns die historische Schwingbrücke angeguckt, die zu bestimmten Zeiten sogar noch schwingt


und schon ging’s weiter nach Seaspray, wo wir dann doch wenigstens einmal kurz am 90Mile Beach waren. Leider war es so stürmisch, dass weder an Schwimmen noch an Surfen zu denken war



Also ging es dann doch gleich weiter zum Tarra Bulga National Park. Einem Regenwald Park mit einigen Wasserfällen, die sich an diesem regnerischen Tag doch schon etwas mehr gelohnt haben.


als erstes die Tarra Falls und später im Tarra Valley die Cythea Falls und eine ganze Menge Bäume




Während Fabian auf dem Klo war wurde ich von einem kleinen schwarzen Wurm angefallen. Er saß auf meinem Bein und ich hab ihn weggewischt. Dann hatte ich ihn an den Fingern und bin ihn nicht mehr losgeworden. Habe ihn bestimmt viermal von einem Finger auf den anderen gewischt, bevor ich ihn losgeworden bin.
Fabian hat sich natürlich wieder über mich lustig gemacht.
Als wir einen halbe Stunde später in der Touriinfo des Parks waren und mit einem anderen Manne einen Film über den Park gesehen haben, hat besagter Mann uns vor genau diesen Würmern gewarnt. Sie verbeißen sich in der Haut und saugen sich dann mit Blut voll, wenn man sie abreist, hinterlassen sie irgendein Gift, nur was dieses Gift macht hat er uns nicht verraten. Aber er hat uns noch den Tipp mitgegeben Salz mitzunehmen, da die Würmer abfallen, wenn man sie mit Salz beschüttet.
Gesagt getan!
Also mit voller Ausrüstung durch den Regen im Regenwald


Und natürlich auch über die tolle Suspension Bridge, die Fabian (wie wohl alle kleinen Jungs :P) gleich zum wackeln bringen wollte



Und wie es kommen musste, wurde ich natürlich noch mal von so einem Wurm angefallen. Wieder vom Bein an die Hand gewischt. Und dann sofort mit Salz überschüttet bis er abgefallen ist!
In all der Panik hab ich mir leider keine Zeit genommen ein hübsches Bild zu machen ;)

Als wir nach unserer Wanderung auf den Parkplatz zurück kamen haben wir ein paar Papageien gesehen


Leider nicht getroffen haben wir die Lyerbirds, die ähnlich wie die Pfauen ihren Schwanz fächern können und zusätzlich keinen eigenen Ruf haben, sondern alle möglichen anderen Geräusche imitieren.
Sehr interessant war auch eine Ausstellung in der Tourinfo, die z.B. Bilder hatte von Siedlern, die in den welchen der riesigen Baumstämme richtige kleine Häuser gebaut haben, wenn diese nach einem Blitzschlag hohl waren und auf dem Boden lagen.

Da wir schon mal dabei waren haben wir uns gleich die nächsten Wasserfälle, die Agnes Falls angeguckt. Auch diese hatten zwar sicherlich mehr Wasser als in den letzten Tagen oder Wochen, auch gerade reißend, waren sie nicht…


Danach ging es weiter nach Foster, wo wir uns für die Nacht niedergelassen haben.

Und schon sind wir in den nächsten National park aufgebrochen. In Wilsons Promotory, eine Halbinsel in der Tasmanischen See.
Ein sehr schöner Park, mit viel zu vielen Wegen.


Teil des Parks ist der südlichste Punkt von Australiens Festland, wo wir nachdem wir schon am östlichsten Punkt waren, natürlich auch hin wollten. Wovon wir nichts wussten, sind die 20km Wanderweg bis dahin. Also haben wir eine halbe Stunde in der Touriinfo hin- und herdiskutiert, ob wir diese Tour oder eine andere machen und wie wir es hinkriegen mit dem Schlafen zwischendurch und unseren Vorräten.
Dazu kam, dass ich leider die Speicherkarte der Kamera schon wieder voll geknipst hatte und wir keinen Strom hatten um die Fotos auf den Laptop zu ziehen. Nach dem ganzen hin und her war die Laune auch so weit runter, dass wir uns einfach entschieden haben nur kurz an den Strand zu gehen und dann wieder zu fahren und später von Melbourne aus noch ein Mal wieder zu kommen und den Park ausgiebig zu durchforsten. Also am besten mit 4-5 Leuten losziehen und eine mehrtätige Tour machen um gemütlich alle spannenden Lookouts zu sehen und auch alle Strände auszuprobieren. Da man mit ordentlicher Vorbereitung auf jeden Fall weiter kommt und sich mit einer größeren Gruppe auch nicht so schnell auf den Puffer geht, wie wenn man zu zweit ein paar Tage fast nur wandert.


Also sind wir noch weiter gefahren bis Sandy Point und haben den Ned Neals Lookout erklommen, wo man wie der Name schon sagt, recht viel Sand sehen kann.
Und dann noch weiter nach Inverloch, einem weiteren netten kleinen Städtchen am Meer.
Auf dem Weg haben wir ganz viele kleine, süße Kaninchen am Straßenrand gesehen und im Gebüsch ein Enchinda.
In Inverloch angekommen haben wir (mal wieder in einer öffentlichen Toilette) endlich eine Steckdose gefunden, damit wir die Fotos von der Kamera ziehen konnten.
Zur Feier des Tages haben wir uns dann ein schönes Schnitzel mit Pommes und Salat gegönnt.
Auf dem Parkplatz haben wir dann noch einen besoffenen Australier kennen gelernt. Ein Cowboy aus dem Norden Queenslands, der wegen Überflutung gerade Zwangsurlaub bei seinen Großeltern gemacht hat. Er war zwar nicht der Hellste aber doch recht lustig und hat uns noch ein paar Tipps und ein paar Adressen verraten für den Fall, dass wir mal auf einer Farm arbeiten möchten.
Als der wieder gegangen war haben wir den Tag mit einem Spaziergang am nebligen Strand abgeschlossen.



30.-31.01.2009 Orbost bis Sale

In Orbost gab es in der Nähe der Touriinfo schöne Ausstellungen. Einerseits einfach einige Kunstobjekte, mit denen eine örtliche Gruppe das Gelände gestaltet hat und andererseits einige Ausstellungsstücke über das Leben, wie es früher in Orbost war.
Da es diesen Morgen wieder furchtbar heiß war, habe ich schon mal ein bisschen das Gelände erkundet, während Fabian im Auto geblieben ist, gelesen hat und extra das Auto angemacht hat, um die Kühle der Klimaanlage genießen zu können.
Ich habe mir die Kunstobjekte angeguckt, die den Ort wirklich interessant und sehenswert machen.



Besonders beeindruckend war der Weg, der komplett aus Mosaik gestaltet war und viele für Australien typische Motive zeigte



danach habe ich mir noch ein bisschen die Landschaft angeguckt, was hauptsächlich den Snowy River, also den Fluss, der aus den Snowy Mountains runter kommt betrifft



und habe dann noch die „erzählende Wand“ gefunden, an der anhand von Bildern die Geschichte des Ortes erzählt wird. Auch dieses Projekt scheint in völlig freiwilliger Arbeit von vielen Ortsansässigen entstanden zu sein.


Wie man sehen kann, haben sie auch wirklich brav von ganz vorne angefangen…


Als ich den Großteil des örtlichen Angebotes abgefrühstückt hatte konnte ich Fabian doch noch motivieren sich mit mir das Heritage Villige, also das geschichtliche Dorf anzusehen.



Danach durfte der arme Mann dann auch zurück in das Auto zur Klimaanlage und wir haben uns auf den Weg nach Nowa Nowa gemacht.
Plötzlich haben alle Alarmlampen geleuchtet und wir haben so schnell wie möglich angehalten. Wie Fabian gleich vermutet hat, war uns ein Keilriemen gerissen.
Wir waren uns nicht sicher, ob wir mit dem Auto noch fahren können und haben zuerst mit ein paar anderen Urlaubern diskutiert, die auch am Straßenrand gehalten hatten.
Da die aber auch nichts wussten, mussten wir weiter fahren bis Nowa Nowa und hoffen, dass es da eine Werkstadt gibt.
Also immer ein Auge auf der Temperaturanzeige, ob der Motor überhitzt du los.
In Nowa Nowa wurden wir leider gewahr, dass die nächste Werkstatt erst in Lake Entrence zu finden sei. Also weiter…
Dort angekommen sagte der Werkstattmensch uns, dass irgendein Teil schief säße, was wohl der Grund sei, warum der Keilriemen gerissen ist und dass es daher wohl länger dauern würde und sie daher erst am Montag Zeit dafür haben würden. Netterweise hat er uns aber noch verraten, dass es noch mehr Werkstätten gibt und dass die vielleicht gleich für uns Zeit haben könnten. Also weiter. Grade als wir vor der nächsten Werkstatt angehalten haben, ist und das Kühlerwasser übergekocht. Zum Glück waren wir gerade angekommen.
Fazit: Temperaturanzeige geht wohl auch nicht, die hat nämlich noch nichts angezeigt.
Zum Glück sind wir hier bald dran gekommen und der Werkstattmann hat gesehen, dass das Teil gar nicht schief ist, weil es verzogen ist, sondern nur nicht festgeschraubt war und deshalb schief saß.
Das haben die Leute in der letzten Werkstatt, die den Keilriemen festgezogen haben, damit er nicht mehr quietscht wohl vergessen, grrrr!
Also das Teil festgezogen und nicht nur den einen sondern gleich alle drei Keilriemen ausgetauscht, weil die beiden anderen auch nicht mehr optimal aussahen.
Die Werkstatt hat uns sehr gefallen, weil alle sehr freundlich und hilfsbereit waren und wir sogar zugucken konnten, was wir bei den anderen Werkstätten bisher nicht gedurft hätten.
Um diesen Schock zu verarbeiten haben wir uns in Lake Entrence einen gemütlichen Tag gemacht. Was anderes war auch gar nicht möglich, weil Fabian schon wieder an seinem Buch festklebte ;)

Was am nächsten Tag immer noch der Fall war. Deswegen konnten wir nicht vor Mittag, als er das Buch dann durch hatte losziehen um uns endlich den eigentlichen Ort anzugucken.
Entlang der Promenade, hat ein Künstler aus einigen Zypressenstümpfen Holzfiguren geschnitzt, um an die Opfer des 1. Weltkrieges zu erinnern.

Über eine Fußgängerbrücke hätte man auch den 90Mile Beach erreichen können, der tatsächlich 90 Meilen, also ca. 140km lang ist, aber dafür war es uns zu warm, sodass wir lieber weitergefahren sind nach Bairnsdale. Am Ortsausgang von Lake Entrance hatte man dann auch einmal einen richtigen Ausblick über die ganze Seenlandschaft, die den Ort umgibt und ihm den Namen gegeben hat.



In Bairnesdale angekommen haben wir als erstes einen Aldi gestürmt und uns gefreut, als wir gesehen haben, dass Aldi nicht nur der erste Laden ist, der hier Essen und Alkohol gleichzeitig verkauft, sondern auch noch deutsches Bier im Angebot hat.


Danach haben wir die beeindruckende St. Mary Church besichtigt


Die Kirche ist mit beeindruckenden Malereien geschmückt, die alle von einem Künstler gemalt sind. Ein Teil nach dem anderen. Die Decke, der Altarraum, die Fenster an den Seiten, und noch weitere Bilder an den seitlichen Wänden, die die Kreuzigungsgeschichte erzählen. Leider durften in der Kirche keine Fotos gemacht werden.

Danach sind wir weitergefahren zum viel umschriebenen Eagle Point, von dem aus die unglaublichen natürlich entstandenen „Silt Jettis“ im King Lake zu sehen sind. Wir konnten uns nicht wirklich was unter den Silt jetties vorstellen (übersetzt in etwa Schlamm Stege), aber da sie so einzigartig sind und die größten der Welt nur zu vergleichen mit denen im Mississippi dachten wir dass es sicher irgendwas ist was toll aussieht.
Na ja, sooo toll waren sie dann allerdings auch nicht. Es war halt einfach nur ein Stück bewachsenes Land im See. (hinten im Bild)


Boah war das spannend. Für den Mist sind wir voll den Umweg gefahren :(
Danach sind wir mit einem kleinen Umweg über Wattle Point, wo wir noch ein bisschen am Strand gesessen haben nach Sale gefahren, was sich als nette kleine Stadt herausgestellt hat,


die allerdings groß genug war, um allerhand Einkaufsmöglichkeiten und einen MC zu haben.
Und einen netten Park in dem wir uns niederlassen konnten.