Freitag, 22. Mai 2009

12-17.4.09 – Alice Spring bis Adelaide – Jede Menge Spass...

Am Anfang dieses Bloges moechte ich die Maennertoilette des Hostels vorstellen, in dem unsere alten Mitfahrerinnen untergekommen sind. Zunaechst eine Warnung:


Und jetzt ein paar Eindruecke:



Ich denke das sind erstmal genug Eindruecke aus diesen besonderen Bad. Das gesammte Hostel war bis jetzt das beste was ich in Australien gesehen habe. Neben diesem Bad gab es auch noch einen Pool mit einer riesigen Leinwand danneben, so dass man abends vom Pool aus das Open-Air Kino geniessen konnte.
Nach dem Fruehstueck mussten wir uns jetzt doch von Elena trennen, nach 3,5 Wochen war sie uns doch schon sehr ans Herz gewachsen. Ich hoffe wir sehen unser little Spain bald wieder.

Bevor wir unsere neuen Mitfahrer einsammeln, mussten wir noch schnell ein paar Sehenswuerdigkeiten von Alice Springs abarbeiten. Alles schnell vom Auto aus um Zeit zu sparen.
Ich denke nicht das wir viel verpasst haben, viel zu sehen gibt es naemlich wirklich nich.
Ausser das ein mal wieder klar wurde wie weit man von zu Hause weg ist.


Mit unseren neuen Mitfahrern Mandy und Emira machten wir unseren ersten Stopp bei einem Drag Racing.
Schon ein besonders bescheuertes Volk die man hier treffen konnte. Neben extra Autos fuer Drag Racing traten auch “normale” Strassenwagen gegeneinander an, so dass jeder Dorfdepp gegen den anderen ein Rennen fahren konnte.



Die richtigen Dragracer gefiehlen mir da schon deutlich besser. Wahnsinns Beschleunigung und auch irre laut. Leider ging uns nach einer Stunde unsere neue Mitfahrerin Emira schon so auf den Sack, dass sie keine Lust haette in der Mittagssonne zu braten und sich die Autos anzugucken.
Nach einer Stunde Noergelei gaben wir nach und machten uns wieder auf den Weg.
Auf unseren Programm stand fuer heute noch: Fahren, fahren, fahren....
625km spaeter kamen wir bereits im Dunkeln in Cooper Pedy an. Dort setzten wir die gute Emira noch in einem Backpacker ab, da sie keine Lust hatte im Zelt zu schlafen.
Mit gleich viel besserer Laune machten wir uns dann auf Schlafplatzsuche, kochten gemeinsam mit Mandy und verbrachten insgesamt einen super Abend.
Mittten in der Nacht 5.30 am klingelte das Handy. Sms von Emira sie waere jetzt abfahrbereit...
Am Abend davor hatten wir vereinbart, dass wir sie gegen 9 abholen wollten, da wir noch einen Oelwechsel machen und nicht vor 7 aufstehen wollten, da es vorher auch gar nicht hell wird.
Bereits um halb 7 dann ein Anruf, ob wir denn die SMS nicht bekommen haetten.
Bereits ein guter Start in den Morgen. Also raus aus den Federn und unters Auto gekrabbelt.
Beim Warmlaufenlassen vom Motor, musste ich leider feststellen, das eine Bezinleitung nicht dicht war und wir sobald der Motor lief unseren Sprit verlieren. Zusaetlich zu diesen Aerger rief Emira noch halbstuendlich an und nervte wo wir denn blieben. Ein 3 jaehriges Kind kann nich anstrengender sein.
Nach dem Oelwechsel Emira eingesammelt und aufm Ostermontag nen Mechaniker im Outback gesucht. Ueberraschenenderweise sind wir recht schnell fuendig geworden. Leider wollte der den ganzen Benzintank abschrauben, um den bloeden Schlauch zu ersetzen.
Ich dagegen und zum naechsten Mechaniker gefahren. Der war mir zu teuer, so dass ich es selber erstmal probieren wollte und mir nur die Ersatzteile von ihm gekauft hab. Nach ewiger Fummelei ist es mir dann auch gelungen diesen verdammten Schlauch zu ersetzen.


Leider musste ich dann feststellen, dass durch das Gewackel an den alten Schlaeuchen auch der naechst Schlauch bruechig geworden ist. Diesen konnt ich dann leider nich mehr alleine reperieren, so dass ich dann doch noch zum Mechaniker musste. Dieser hatte gerade schon geschlossen, hat aber extra fuer mich nochmal aufgemacht und uns somit den Tag gerettet.
Nachdem wir unser Auto wieder in einen 1A Zustand gebracht hatten, ging es wieder auf den Stuart Highway. Wieder im Dunkeln erreichten wir Port Augusta. Nach dem Diner ging es dann auch schnell ins Bett. Unsere beiden Mitfahrerinnen zelteten unter der Bruecke, die schon unsere letzten Mitfahrer auf dem Hinweg ausprobiert hatten.
Am naechsten Mittag erreichten wir dann endlich auch wieder Adelaide. Wir konnten es kaum erwarten Emira wieder loszuwerden. Mit Mandy hingegen haben wir uns super verstanden, was wir in Adelaide dann auch nochmal kraeftig mit ihr feierten.

Fazit: Man sollte sich seine Mitfahrer vorher genau anschaun, bevor man sich auf den Weg macht.
Gott sei dank waren es ja nur 3 Tage.

10.-11.04.2009 - 4WDTrack, West MacDonnell Ranges und Alice

Fuer den heutigen Tag stand der Rest des 4WD Tracks und die West MacDonell Ranges auf dem Program.
Simon, unser Motorradfahrer, entschied sich allerdings den 4WD Track abzubrechen und umzukehren. Er hatte am Abend bemerkt das sich bereits auf den ersten Kilometern die Federung seiner Maschine aufgeloest hatte und er den Rest der Streccke ohne Federung und geringer Bodenfreiheit bewaeltigen muesste. Er fand auf unserer Restarea auch gleich ein Paerchen die hinter im fahren und ihm bei evtl. Stuerzen helfen wollten.
Also machten wir uns alleine an den Rest der Strecke. Wie wir festellen mussten hatten wir am Abend bereits den schlimmsten Teil der Strecke geschafft hatten. Auf dem Weg kamen wir an den ein oder anderen huebsch geschmueckten Baum vorbei.


Diese erinnerten uns doch gleich wieder daran, wie schnell man doch einen Platten bekommen kann.
Nachdem wir den 4WD Track gemeistert hatten, stoppten wir an dem Gross Bluff. Hierbei handelt es sich um einen Krater von einem Metroideneinschlag vor Millionen von Jahren. Ueber einen richtigen 4WD Track konnte man in die Mitte des Kraters fahren.


Auf den Bild kann man den Rest vom Rand des Kraters sehen. Schon sehr beeindruckend, wie gross der Metroid gewessen sein muss, um so ein Loch in den Boden zu sprengen.
Die West MacDonnell Ranges sind besonders bekannt fuer die vielen Schluchten, mit kalten Seen am Boden. Somit fuehrte uns unser naechste Stopp zur Redbank Gorge. Wir dachten, das man die Schlucht ueber einen einfachen Wanderweg erreichen koennen und behielten unsere Flip-Flops an. Dies stellte sich leider als Irrtum heraus, der Weg fuehrte ueber Stock und Stein und war noch nichtmal wirklich gut ausgeschildert. Und dann entaeuschte die Redbank Gorge auch noch mit einen kleinen schlammigen See, der nicht gerade zum Schwimmen einlud.


Frustriert machten wir uns auf den Rueckweg.
Mit reduzierten Erwartungen machten wir uns auf den Weg zu der Glen Helen Gorge.
Ueber ein ausgetrocknetes Flussbett erreichten wir den See am Fuss der Schlucht.


Diesmal sah das Wasser einladend aus und wir stuerzten uns in die Fluten.


Mit zwei netten Maedels macht es doch auch gleich doppelt Spass.

Zu neuen Kraeften gekommen machten wir uns hoch motiviert auf den Weg zur Ormiston Gorge.
Eindeutig die beste Schlucht. Echt gross und auch nett zum Schwimmen.


Abgekuehlt hatten wir uns ja gerade erst und wir hatten ja noch genug auf der To-Do Liste stehen hatten, ging es auch schon weiter zu den Ochre Pit. An diesen Felsen haben die Aboriginals ihr Okker fuer Hoehlenmalerein und Koerperschmuck abgebaut. Das mitnehmen von Okker als Souvenir wird mit bis zu 5000$ bestraft.


Naja ich fands nich so spannend und die Fliegen gingen mir tierisch aufn Sack..
Ich weiss auch nich warum alle verdammten Tiere immer zu mir kommen.
Schnell hatte ich meine Maedels ueberzeugt weiter zu fahren.Unser naechster Stop war die XX Gorge. Nach einem anstrengenden steilen Aufstieg konnten wir die Ausssicht ueber die gesammte Schlucht geniessen.



Leider wurde uns dieser schoene Moment von den penetranten Outbackfliegen ein wenig vermiesst. Bevor wir uns wieder auf den Rueckweg machten, konnten wir dem Ausblick auf das Tal nicht wiederstehen.


Ohne Zeit fuer eine Verschnaufpause ging es weiter zu den letzten Stopp unseres heutigen Tages.
Mal wieder eine Gorge, diese lud auch wirklich zum Schwimmen und Spass haben ein.


Wie so oft in Australien ist alles was Spass machen koennte hier wieder verboten. Wunderbar mit Picktogrammen verdeutlicht, die ich euch nich vorenthalten moechte.


Zum Ende des Tages wollte Doro noch gerne den Dolomiten Walk machen. Nachdem wir schon geschaettze ¾ des Weges hinterunsgebracht hatten, ohne irgendetwas spannendes zu sehen und auch die Daemmerung nich mehr laenger auf sich warten liess, kamen wir doch noch bei den Dolomiten an.


Hmm, ganz nett... aber nich wirklich beeindruckend. Kann halt nich immer alles atemberaubend sein. :-p
Da doch schon spaeter war als geplant blieben wir ueber Nacht gleich in dem National Park und gingen schnell nach dem nicht so gelungenen Abendessen ins Bett.
Am naechsten morgen wollten wir eigentlich noch eine weitere Gorge und einen Wuestenpark anschauen, aber durch allgemeine Lustlossigkeit und unverschaemte Preise fuhren wir doch gleich durch bis Alice Spring.
Extrem gutes Gefuehl wieder eine Stadt zu kommen nachdem man 2700 km durchs Outback gefahren ist.
Wir hatten geplant an diesen Tag unsere treuen Mitfahrer in einem Hostel abzuliefern und uns dabei gleich wieder auf die Suche nach neuen Mitfahrern zurueck nach Adelaide zu machen.
Bei unserer Tour saemtliche schwarzen Bretter der Hostel mit unseren Mitfahrergesuch auszustatten. Stellten wir auch gleich fest das Alice Spring nicht wirklich viel zu bieten hat.
Bereits eine Stunde nachdem wir unser erstes Gesuch ans Schwarze Brett gebracht hatten, wurden wir von der lieben Mandy angerufen die einen Lift nach Adelaide suchte. Wir waren echt begeistert wie gut die alte Zettel Methode funktioniert.
Fuer den heutigen Abend stand noch ein gemeinsames Essen mit unseren alten Mitfahrern und das gleichzeitige Feiern von Doro und meinen 3 jaehrigen an. Zu diesem besonderen Anlass gab es lecker Kaengeru mit Salat und Knoblauchbrot.
Zu unserer Freude rief noch ein/e weitere/r Mitfahrer/in an. Doro, die mit ihm/ihr telefoniert hatte, dachte es waer ein Kerl und als ich, als ich ihn/sie eingesammelt habe mit Erschrecken an der Strasse eine langhaarige Person mit ihrer Jeansjacke wedeln sah, machte ich mich schon aufs schlimmste gefasst...
Wie sich spaeter rausstellte war sie doch weiblich, glaub ich.
Leider mussten wir feststellen das wir mit Emira nicht wirklich auf einer Wellenlaenge lagen. Trotzdem haben wir uns entschieden sie mitzunehmen, um eine weitere Person zu haben, die sich am Benzin beteiligen kann.
Kann ja nich so schlimm sein sie 2 Tage zu ertragen..
Nach unseren kurzen Treffen machte sie sich auch wieder zurueck zu ihren Campingplatz, wo wir sie am naechsten Morgen aufsammeln sollten.
Bei einem gemuetllichen Bier liessen wir den Abend mit unseren alten Mitfahrern ausklingen.

09.04.2009 - Olgas, Kings Canyon und 4WD

Heute ging es frueh raus, weil wir uns wenn wir schonmal da sind auch gleich noch den Sonnenaufgang am Ayers Rock anschauen wollten. Also schon im Dunkeln losgebraust und gerade noch rechtzeitig angekommen. Leider waren wir nicht die einzigen...
Die 5 Touribusse waren auch schon da




Tja und der Sonnenaufgang war auch ein wenig enttaeuschend. Leider is das Land da so flach, dass es erst fast komplett hell wird und danach erst die Sonne rauskommt. Da war dann natuerlich nicht soo viel mit Farbspiel und so. Voll bloed!

Also schnell weiter zu den Olgas.


Und den schoenen Valley of the Winds Walk abgeklappert.











Und schnell weiter zum Kings Canyon, der letzten Touriattraktion, die es noch abzuarbeiten galt.
Mit einem kurzen Umweg ueber eine Dirtroad...


Ein kleiner Snack und schon waren wir um 16:30 wieder auf Klettertour und mussten uns auf unserem 7km Rundweg um und durch den Canyon etwas beeilen, da man die Tour nach 16:00 eigentlich nicht mehr starten sollte, damit man vor'm Dunkel werden auch wieder runter ist vom Berg.
Der Kings Canyon war nach einheitlicher Meinung dass beste von den drei Mustdoos im Red Center. Einfach unglaublich schoen noch viel schoener als die Bilder! :P



Empfangen wurden wir mit ein paar kleinen Treppenstuefchen.
Nur dezent steil und anstrengend der Aufstieg...


Klein Doro mal ganz gross!







Fabi der kleine Koala







mal wieder einen Lookout weiter als alle anderen ;)



Wenn man diese Wegbeschreibung sieht kann mans ich auch gut vorstellen, warum man vor'm Dunkelwerden wieder runter sein soll vom Weg. Man findet ihn sonst einfach nicht...


die Liliputs


Grade rechtzeitig den Weg vollendet und heile wieder angekommen ging es auch gleich weiter.
Wir wollten am naechsten Tag einen 4WD Treck machen um einige 100 km zu sparen und die West MacDonell Ranges zu sehen und fingen den heute gleich noch an um nach den ersten 20km auf der Restarea zu schlafen.
Sogar Simon wagte sich mit seiner Strassenmaschine auf den Track. Das war wohl grade im Dunkeln nicht die beste Idee, wir hatten die ganze Zeit Angst, dass er sich doch noch hinlegt und wir ihn unter seinem Motorrad ausgraben muessen.
Aber zum Glueck ist alles gut gegangen und wir sind heile bis zur Restarea gekommen