Donnerstag, 22. Januar 2009

Silvester 31.12.2008

Nachdem wir früh morgens wieder losgefahren waren und uns auf dem Highway mit dem Rest unserer Gruppe getroffen hatten, fielen wir dann alle zusammen in Sydney, dem Ziel unserer großen Reise ein.
Bald hatten wir uns dann unseren Schlafplatz (Parkplatz der Bahnstation) ausgesucht und fuhren mit einem Teil der Gruppe bis in die Stadt, um weitere Nachtquartiere/Gepäcklagerstationen, einen kleinen Imbiss und dann die optimale Position für das Feuerwerk ausfindig zu machen!
Nachdem uns die Information zugespielt wurde, dass der Botanische Garten (angeblich beste Sicht) um halb zehn morgens schon längst überfüllt war, entschlossen wir uns doch dem Tipp zu folgen es beim Blues Point zu versuchen! Da wir durch einen Irrtum an der falschen Haltestelle ausgestiegen sind, landeten wir dann doch direkt an der Harbour Bridge und beschlossen, das Feuerwerk vom dortigen Park aus zu bestaunen.
Dort angekommen, wurden schnell die letzten Flaschen Bier mit dem Ultimativen FlipFlop entkorkt


Auf Wunsch eines einzelnen Herren extra nachgestellt (leider mit falschem Getränk).

und geleert, da in der Öffentlichkeit, ja kein Alkohol erlaubt ist und die Taschen und alles beim Eingang, der einzelnen Parks, die extra für das Angucken des Feuerwerks abgesperrt waren, streng kontrolliert wurden.
Also haben wir und bis auf den besten Platz vorgekämpft und hatten schon am Tage eine schöne Aussicht auf die Harbour Birdge,



die Oper
und die Skyline

Da wir direkt am Wasser saßen, hatten wir auch die Möglichkeit uns in unserem kleinen Privatpool zwischendurch die Füße abzukühlen…

So ganz ohne Getränke kam man sich für Silvester doch etwas unpassend vor, sodass einige von uns sich noch einmal rausgewagt haben, um vom nächsten Bottelshop O-Saft und „Sprite“ und Eis zu kaufen. Der so getarnte Vodka kam dann auch problemlos rein und konnte genossen werden.
Da wir schon um halb eins Mittags da waren, konnten wir das ganze Showprogramm genießen. Angefangen mit den ganzen Flugzeugwerbungen am Himmel


über das gesamte Polizeiaufgebot

das Feuerwehrboot in vollem Einsatz

und die großartige Veränderung der Szenerie beim langsamen Dunkelwerden

Besonders lustig waren auch die (geschätzten) 3 indischen Großfamilien, die es sich vorne an der Wasserkante gemütlich gemacht hatten und sich auch von mehreren Warnungen von uns, dass die Flut vor Mitternacht zurück sein würde nicht verschrecken ließen. Bis… nach und nach der eine nach dem anderen ging, wenn er von den Wellen ganz nass gespritzt war…

Während die Lage im Park noch sehr entspannt war, als wir angekommen sind, hatte er sich in den letzten Stunden immer mehr mit Leuten gefüllt. Die Breite des Weges bis zu unserem Sitzplatz hatte sich schon von 1,5m auf wenige cm zusammengeschrumpft und teilweise an nichts mehr als den stehenden, langsam vorwärts wälzenden Mengen erkennbar war.
Leider war mir das bei meiner Toilettenplanung nicht ganz so bewusst gewesen. Als ich schon dringend musste als ich losging und bei dem von 3min auf 15min verlängerten Weg fast die Nerven verloren habe, kam die böse Überraschung allerdings erst als ich vor der langen Reihe der 20 Dixis angekommen war. Statt wie beim letzten Mal sofort ranzukommen, stand ich mit meiner inzwischen schon schmerzenden Blase an einer ewig langen Reihe mit mindestens 20 Leuten an. Während ich da stand und wartete, vor mich hin- und hergetänzelt bin und schon Rachepläne gegen die Leute geschmiedet habe, die drei mal so lange auf dem Pott brauchen wie es eigentlich nötig ist, ging es nur langsam vorwärts. Am Ende kam ich doch noch an die Reihe, kurz bevor ich den Plan verwirklicht habe einfach vor das doofe Plastikklo zu pinkeln. Nachdem ich mich dann wieder auf dem langen Rückweg gemacht hatte, habe ich vorsichtshalber den Rest des Tages nichts mehr getrunken…

Um Neun, als es dann ganz dunkel war gab es ein Familienfeuerwerk, das einem das Warten dann zum Glück etwas verkürzt hat. Bald danach fuhren unglaublich viele kleine und große Boote mit lustiger oder einfach nur schöner Beleuchtung eine große Runde durch den Hafen.


Der weitere Abend wurde noch mit dem Bestauen der verschiedenen Brückenbeleuchtungen verbracht, was dann doch zu akuter Müdigkeit und platt gesessenen Hintern kurz vor Mitternacht führte!

Und dann endlich…
Das lang ersehnte große Feuerwerk!


Sobald wir mal schnelleres Internet haben, gibt es auch ein kleines Video davon.

Nachdem sich alle in die Arme gefallen waren, um sich ein schönes neues Jahr zu wünschen, die wichtigsten Telefonate geführt worden waren und die Schiffe noch eine zweite Ehrenrunde gedreht hatten, war der Park auch soweit geleert, dass wir uns auch an den Weg bis zum Ausgang gewagt haben.

Leider wurde unsere Tour, dann doch an der Bahnstation unterbrochen,



die war einfach so überfüllt, dass wir ein bisschen durch die Stadt wandeln mussten um abzuwarten und eine andere Bahnhaltestelle zu finden, die nicht ganz so überfüllt war, bevor wir dann „nach Hause“ fahren konnten, um in unser Bettchen zu kriechen.


Sonntag, 18. Januar 2009

Reise von Brisbane bis Sydney 26.12.-30.12.

Nachdem wir Weihnachten gut überstanden haben, machten wir uns am zweiten Weihnachtstag, hier Boxing Day genannt, auf den Weg Richtung Sydney. Mit dabei hatten wir Robin einen anderen Deutschen den wir Heiligabend beim BBQ kennen gelernt haben.
Eigentlich waren fast alle von unseren Bekanntschaften bemüht Silvester in Sydney zu sein.

Nach 2-3h Fahrt auf dem Highway, entschlossen wir uns mal wieder in Küstennähe zu kommen und lieber ein paar kleinere Straßen zu benutzen. So trieb uns unsere Reise als erstes zum Point Danger in Tweed Heads.


Direkt neben uns war eine Seenotrettungszentrale die von Freiwilligen besetzt ist. Allgemein gibt es hier recht viele Freiwillige als Life Guard an den Stränden oder in den Seenotrettungsdingern.
Nachdem wir die Aussicht genossen hatten und es in der Sonne unerträglich warm geworden ist, beschlossen wir uns auch die Fluten zu stürzen.
Vom Meer geködert ging es vorbei an einem großen Warnschild, das vor Haien, Quallen, Felsen im Wasser, starker Strömung und Wellen die einen auf den Grund schmettern können warnte. Zusätzlich war dieser Strandabschnitt auch nicht von Lifeguards bewacht.
Im Wasser angekommen war das Schild schnell vergessen. Wir schwammen in den Wellen und hatten eine Menge Spaß.


Erst als ich wieder raus wollte und schon im hüfttiefen Wasser war, geriet ich in einen felsigen Bereich. Die nächste Welle lies nicht lange auf sich warten, so dass sie mich schön mit meinen Füßen über die scharf kantigen Felsen spülte. Nach 2-3 Wellen hatte ich endlich wieder Sand unter den Füßen. Wieder am Strand angekommen sah ich, dass ich mir den linken Fußrücken schön längs aufgeschnitten hatte. Ärgerlicherweise genau da wo mein Riemen vom Flip Flop lang läuft, so dass das Tragen die nächsten Tage nicht sehr angenehm war.

Eigentlich wollten wir die Nacht gleich in Strandnähe bleiben. Schilder die von Strafen von bis zu 1200 $ fürs Wildcampen warnten, überzeugten uns dann doch uns nach einen anderen Schlafplatz umzusehen.
Das Problem bei der Schlafplatzsuche war, das wir nicht nur einen Platz brauchten, wo wir unser Auto unauffällig parken konnten, sondern da wir zu dritt unterwegs waren auch ein Platz für ein kleines Iglo-Zelt.
Von einem Angler bekamen wir den Tipp für einen abgelegen Parkplatz. Mittlerweile wurde es auch schon dunkel und somit Zeit für ein ordentliches Abendessen.
Auf unserem Grill bereiteten wir uns dann reichlich Knoblauchbrot und Bacon zu. Robin verschwand im Zelt und wir schlummerten bis zum nächsten morgen friedlich in unserem Auto.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg nach Byron Bay, ein Must-Do für Touristen. Wir folgten einer Straße die extra als Tourist Drive hervorgehoben war.
Bei einem Stopp bestiegen wir ein paar Felsen und sahen zu Doros Freude endlich mal live Delphine.


Doro lies es sich nicht nehmen den kleinen Leuchtturm hochzuklettern.


Auf unseren weiteren Weg kamen wir noch an einer Exotic Fruitfarm vorbei, hier hätte man für teuer Geld den Bananen beim Wachsen zuschauen können. Das haben wir uns dann doch lieber erspart und nur schnell ein Foto mit Mr. Avocado abgesahnt.


Das war bestimmt auch das Spanneste was dieser Park zu bieten hat.


Wir folgten weiter dem Tourist-Drive und da hing allerhand herum.


Durch unsere vielen Zwischenstopps kamen wir erst nachmittags in Byron Bay an.
Wir erkundeten das Dörfchen zu Fuß und blieben in einen Reisebüro hängen. Die nette Dame machte uns unseren ganzen Wild-Camping Pläne mies. Laut ihr soll das stark kontrolliert werden und Strafen von bis zu 1000 $ mit sich ziehen. Da waren wir erstmal geknickt und ein bissl eingeschüchtert. Nichts desto trotz bleibt es dabei das wir in unseren Auto an nich so belebten stellen schlafen, um ein bissl Geld zu sparen.
Ansonsten ist zu Byron Bay zu sagen, dass es mir deutlich zu touristisch angelegt ist.
Für die Auswahl unseres Schlafplatzes brauchten wir diesen Abend besonders lange, weil auf einmal kein Platz mehr geeignet erschien.
Am nächsten Morgen stand der Leuchtturm auf dem Programm. Zum einem gab es von dort eine beeindruckende Aussicht und es befindet sich Australiens östlichster Punkt vom Festland dort.
Weil es so schön dort war erstmal ein paar mehr Bilder:



Auf dem nächsten Foto sieht eine Landzunge die unter uns lag. Doro und Robin waren dafür, dass wir runtergehen. Notgedrungen machte ich mich auch mit an den Abstieg, was ich später beim anstrengenden Aufstieg gleich wieder bereute.





Nachdem wir den Aufstieg wieder gemeistert hatten und uns schon wieder auf dem Weg zum Auto waren, entdeckten wir eine Startrampe für Gleitschirmflieger. Von hier hatte man eine wunderschöne Aussicht, die wir euch mal wieder nicht vorenthalten wollen.


Jetzt hatten wir Byron Bay abgefrühstückt und machten uns auf den Weg nach Yamba. Hier machte eine Freundin aus Brisbane mit ihrer Au-Pair Familie Urlaub und wir wollten ihr einen Besuch abstatten.
Auf dem Weg nach Yamba kamen wir wieder an diversen Aussichtspunkten vorbei.
Wo wir jetzt schon nicht mehr wissen wo sie genau waren :(
Aber trotzdem sind schöne Bilder entstanden.




Bald hatten wir Yamba erreicht und machten es uns auf dem Campingplatz gemütlich.
Da der Campingplatz schon total ausgebucht war erlaubte uns Catrins Gastfamilie freundlicherweise mit auf ihrer Pazelle zu schlafen.
Zum Dank luden wir sie am Abend auf ein BBQ ein.
Am Abend haben die Mädels und Robin noch Frösche entdeckt und ihren Schabernack mit ihnen getrieben.


Catrin schien auch nicht so allein, was hat sie bloß mit ihren schönen Augen gemacht, dass sie so klein geworden sind…


Bei Doro auf dem Kopf kämpfte der Frosch mit ihren langen Haaren, wusste gar nich, dass Frösche so lange Beine haben.


Und Robin versuchte den Frosch in eine Prinzessin zu verwandeln, doch es wollte einfach nicht klappen.

Nach diesem Froschabenteuer lagen wir alle auf einer Decke und bewunderten den Sternenhimmel und ließen den Abend gemütlich ausklingen.
Am nächsten Tag vor unserer Weiterreise ging es erst noch mal schön an den Strand.
Hier versuchten wir uns im Boogieborden und im Wellenreiten.



Der Erfolg von unseren Bemühungen ließ allerdings zu wünschen über.
Ab mittags stand dann nur noch Fahren, Fahren, Fahren auf dem Programm, da wir in den letzten Tagen immer nur wenig Kilometer gerissen hatten.


Wir fuhren bis es dunkel wurde, bis auf einen Platzregen passierte nichts spannendes.
Wir entschieden uns die Nacht in einen National Park zu verbringen. In den Parks gibt es oft Campingplätze, wo man umsonst oder wenig Geld übernachten darf.
Da wir so spät dran waren, war das Büro leider schon geschlossen, so dass wir nicht mehr bezahlen konnten. Hier sah Doro dann endlich auch mal Känguru in freier Wildbahn und musste das natürlich auf zahlreichen Fotos festhalten.


Wir machten uns noch ein paar Burger zum Abendessen und fielen dann müde in unser Auto, bzw. Zelt. Am nächsten morgen den 30.12 standen wir extra früh auf, damit die Rezeption noch nicht geöffnet hat, wenn wir abreisen und wir uns einreden konnten, dass wir ja gar keine Möglichkeit hatten zu bezahlen. Cooler Weise gab es neben den Campingplatz gleich einen Zugang zum Strand für Allrad getriebene Autos. Da konnte ich mir es nicht nehmen lassen unser Auto mal auf Herz und Nieren zu prüfen und wir gaben ordentlich Gas am Strand.


Das war ein Spaß!! Doro musste extra aussteigen und Fotos machen, während wir im Kreis um sie rum gefahren sind.
Nachdem wir den National Park verlassen haben machten wir uns auf den Weg Richtung New Castle, was sich etwa noch 200km nördlich von Sydney befindet. Auf unseren Weg wollten wir zunächst einen geeigneten Platz zum frühstücken finden, wo man möglichst eine geile Aussicht hat. Wir fuhren mit unserem Auto einen ausgeschilderten Look-Out an, es ging echt steil bergauf. Nachdem wir oben geparkt hatten, stellten wir fest das rings rum nur Bäume war und man nichts sehen konnte, zumindest nicht vom Auto aus. Also machten wir uns zu Fuß auf den Weg einen schmalen Weg den Berg noch weiter zu besteigen. Eigentlich war der Weg nur viele Stufen aneinander gereiht und ich verfluchte mich, dass ich diesen Look-Out entdeckt hatte. Soviel Anstrengung vor dem Frühstück. Endlich oben angekommen fanden wir einen großen Aussichtsturm vor. Nachdem wir auch diesen endlich erklommen hatten, hatten wir die beste Aussicht die ich bisher hier erlebt hatte. Es war extrem geil, ich hätte den ganzen Tag da oben verbringen können. Die Fotos geben solche Dinge ja leider immer nicht annährend wieder. Aber wir versuchen es trotzdem… ;)



Im Hintergrund sieht man riesige Seen, an denen wir später noch vorbeigekommen sind.
Bei dieser schönen Aussicht ärgerten wir uns, dass wir unser Frühstück im Auto gelassen haben. Leider fand sich keiner der freiwillig noch mal den Berg runter wollte, um allen das Frühstück zu holen. Hungrig machten wir uns wieder an den Abstieg.
Unsere weitere Fahrt führte uns an den Seen vorbei, die wir bereits schon von oben bewundert hatten. Hier fanden wir dann auch endlich einen schönen Tisch für unser Frühstück in schöner
Umgebung.


Wie so oft machten wir uns Sandwiches mit reichlich Salat und viel Soßen.


Gestärkt machten wir uns auf die Weiterfahrt. Zufällig entdeckten wir ein Schild das auf den größten Baum von New Soules Wales hinwies. Dieser ließ sich dann auch über Schotterpisten gut erreichen.



Wie auf den Schild zu lesen, ist der Baum 480 Jahre alt und 76,2m hoch.
Mit einem Durchmesser von 3,2m könnte selbst unser Super Heinrich mit seiner Kettensäge nicht viel anrichten. Viele Grüße an die Oerier 5 an dieser Stelle.


Doro nutze den Stopp auch gleich noch für ein paar Turnübungen.
Nach einer weiteren Stunde Fahrt kamen wir dann endlich in New Castle an.
Als erstes gingen wir auf dem Hafenpier bis zur Spitze, vorbei an einem Schild was uns vor den gefährlichen Wellen warnte.



An diesem Tag gab es leider nur kleine Wellen, so dass sich der Nervenkitzel in Grenzen hielt.
Auf unserer Sightseeing Tour bestiegen wir den


Queen’s Wharf Tower, der von den einheimischen liebevoll als „Big Dick“ bezeichnet wird.
Von hier hatte man einen ganz netten Ausblick, aber dank der kompletten Verglasung der Aussichtsplattform, war es extrem stickig.


Ansonsten entdeckten wir in New Castle noch eine schöne große Kirche


in der gerade für eine Konfirmation oder so geübt wurde
und außergewöhnlicherweise einen Obelisken.


Nach unserer kleinen Tour eilten wir wieder weiter Richtung Sydney, denn morgen war ja schon Sylvester. Die Nacht verbrachten wir in einem kleinen Dorf ca. 100km vor Sydney.