Dienstag, 28. Juli 2009

31.05.-04.06. Port Hedland und Broome

In Port Hedland angekommen haben wir erstmal wieder unsere Vorraete aufgefuellt und uns die Stadt ein bissel angeschaut. Dann haben wir uns an den Strand aufgemacht und den Kite aufgebaut. So haben Yohan und ich abwechselnd unter Fabians Anleitung mit dem eigentlich zu wenigen Wind gekaempft


Typisch fuer den Tag, der Drachen auf dem Wasser


Spaeter kam uns unsere alte Mitfahrerin Helene am Strand besuchen (Sie war mit uns von Adelaide bis Alice Springs gefahren). Sie hatte unser Auto per Zufall gesehen und uns geschrieben ob wir in der Stadt waeren. Schoener Zufall :D
Nachdem wir eigentlich den ganzen Tag am Strand verbracht hatten fuhren wir mit Helene auf den Campingplatz. Helene die hier Arbeit gefunden hatte und auf dem Campingplatz wohnte, verriet uns, dass man auch problemlos mal eine Nacht umsonst dort schlafen koennte, was wir dann auch gleich ausprobiert haben.
Dort haben wir an unseren Rocky noch ein paar huebsche Lichter angebaut, so dass er jetzt vorne drei dicke Leuchten hatte und wir, wenn wir doch mal im dunkeln fahren mussten, die Kaengerus auch ordentlich sehen koennen.
Ausserhalb der Stadt konnte man die grossen bis zu 6km lange Zuege der Minengesellschaft zuschauen, wie sie in die Stadt fuhren, also machten wir dort extra einen Stop zur angeblichen Ankunftszeit, aber irgendwie hat das nicht geklappt, als wenn der Zug ausgefallen waere oder wir die falsche Uhrzeit gehabt haetten. Sehr bloed. Dafuer konnten wir uns die grossen Salzberge der Salzzfabrik anschaun.


Anschliessend fuehrte unser Weg uns an den beruehmten 80Mile Beach, der wirklich unendlich lang schien und echt beeindruckend war. So genossen wir das Ganze mit Aktivitaeten wie Fruehstuecken, Muschelsammeln und einfach nur Spazieren gehen.





Spaeter wagte sich Fabian auch wieder an das Kiten. Er konnte auch eine ordentliche Runde fahren, doch als Yohan und ich es probierten, war der Wind schon wieder so abgeschwaecht, dass es nur frustrierend war.


Also noch schnell eine Dusche abgestaubt und lieber weiter.
Da wir doch einige Zeit am Strand vertroedelt hatten, fuhren wir nicht mehr bis Broome rein sondern nur bis zu einer Restarea und nutzten das restliche Tageslicht noch fuer eine Runde Killerbunnies und um das Essen mal im Hellen zuzubereiten ;)
Am naechsten Tag in Broome angekommen sind wir als erstes in die Touriinfo gegangen und darueber nachgedacht wie wir am besten Arbeit finden koennen. Nach den wir gefruehstueckt hatten haben wir uns dann aufgemacht, die Arbeitsargenturen abgeklappert und alle Nummern von Pearlfarmen und aehnlichem abgeklappert. Allerdings alles mit der gleichen Aussage: Hier gibts nichts im Moment! Tja, die Weltfinanzkrise war wohl nicht grade foerderlich fuer die Perlenintustrie.
Hier trafen wir noch Basti und Anne wieder, die wir im Karijini National Park kennengelernt hatten. Die beiden waren schon seit ein paar Tagen in der Stadt und hatten auch noch jedes Restaurante und jede laden abgeklappert und nach Arbeit gefragt und sind zu dem gleichen Ergebnis gekommen wie wir. Nichts zu holen.
Also haben wir am Ende des abweisungsreichen Tages ein leckeres BBQ und ein bisschen Bier uns Sekt gegoennt. An der Picnicstelle am Town Beach, die wir und fuer unser Grillen ausgeguckt hatten, trafen wir dann Nico (deutsch) und Marcel (finnisch), mit denen wir dann einen lustigen Abend verbrachten.


Geschlafen haben wir auf dem Campingplatz gleich neben der Piknikstelle. Allerdings auch nicht ganz offiziell...
Zum Glueck konnten wir unsere Franzosen davon abhalten (um halb zwoelf nachts) ihre Luftmatratze mit der unglaublcih lauten elektrischen Luftpumpe aufzupumpen. Das war ein Theater :D
Den naechsten Morgen haben wir wieder am Town Beach verbracht. Waehrend Fabian hauptsaechlich ausgenuechtert ist, habe ich mich durch ein paar Touriprospekte durchgearbeitet und versucht meine Unibewerbungen fertig zu machen. Leider haben mir noch ein paar Daten gefehlt, so dass ich glaubcih keine einzige Bewerbung abschicken konnte..
Da wir die Idee von Arbeit dann doch etwas abgeschrieben hatten, goennten wir uns ein bisschen Sightseeing.
Da die Gegend fuer ihren grossen Tiedenhub bekannt war (ca. 6m in Broome) schauten wir uns die 'Creatures of the Giant Tide Gallery' an in der doch recht interessante kleine Tierchen gezeigt wurden. Heuptsaechlich waren es Schnecken, die ein recht unspektakulaeres haeuschen hatten, aber selbst sehr bunt waren.
Danach ging unsere kleine Tour in die Chinatown wo wir uns einige 'normale' Gallerien und einige Perlenlaeden angeschaut haben.
Danach zog es uns zum Gautaume Point, dem suedlichem Zipfel des beruehmten Cable Beaches. Hier gab es schoene Klippen, einen Leuchtturm und nette Aussicht.




Was wir dagegen nicht finden konnten war dar Anastassias Pool, den ein frueherer Leuchtturwaerter fuer seine artritisgeplagte Frau gebaut hat und den man eigenltich auch bestaunen koennen sollte. Leider auch verpasst haben wir die drei Dinosaurierfussstapfen, die dort zu sehen sind, allerdings nur bei ganz niedriger Ebbe, die wir leider nicht hatten.
So sollen sie wohl in etwa aussehen:


Genauso verpasst haben wir den 'Staircase to the moon' Effekt, der nur bei Vollmond zu sehenist. Dort soll die Lichtspieglung des Mondes auf dem Wasser wie eine Treppe zum Mond aussehen. Fuer diese beiden events haetten wir eine Woche warten muessen (deswegen wollten wir eigentlich so lange arbeiten), doch so ganz ohne Arbeit war uns das dann doch zu lang.
Nachdem wir uns den Suedsipfel ausgiebig angeschaut hatten mussten wir uns natuerlich auch noch den eigentlichen Cable Beach anschaun. Sehr nett und definitif schoen fuer einen Sonnenuntergangsspaziergang...
Spaeter sind wir wieder zum Town Beach gefahren, wo wir den Abend wieder mit Nico, Marcel und diesmal zusaetzlich ihrer Freundin Immy (halb australisch/halb neuseelaendisch) verbrracht haben. Wir haben ihnen versucht Killer Bunnies zu zeigen, sind aber doch bald auf andere einnfachere Spiele umgeschlagen. Und haben den Abend so mit viel Spass und lustigen Rasensprenklerlaeufen fuer die Verlierer verbracht.
Diesmal besser vorbereitet haben wir die Luftmatratze noch am Strand aufgepumpt und haben sie dann vollaufgelasen auf den Dach des Autos mitgenommen.
Um meine Bewerbungen fertig zu kriegen bevor wir Broome wieder verlassen und keinen Empfang mehr haben (was dann ja auch gleich fuer fast zwei Wochen so sein wuerde) rief ich noch zu Hause an, um meine Mama zu beauftragen mir die Daten rauszuzuchen. Endlich alles zusammen fing ich auch gleich an mich zu bewerben, bis mir nachts um zwei doch die Augen immer wieder zugefallen sind und ich das Ganze dann doch auf den naechsten Tag verschieben musste.
Gesagt, getan! So konnte ich endlich alle Bewerbungen fertig machen, waehrend die Jungs unsere Dachbox neu gepackt und unser Auto reisestartklar gemacht haben.
Noch ein grosser Einkauf und schon gehts ab Richtung Kimberlys

Montag, 27. Juli 2009

27.-30.05.2009 – Tom Price und Karijini National Park

Auf unserem Weg in den Karijini National Park fuhren wir durch die Stadt Tom Price, in der wir eigentlich nur kurz Paeuschen machen wollten um ein paar neue Schrauben zu besorgen und den Unterfahrschutz kurz wieder anzubauen und dann den Rest des Tages ein bisschen relaxen. Doch am Wegesrand dieses kleine Schmuckstueck, was uns ein bisschen aufgehalten hat.


Dieser gruene Riese, mit Spitznamen auch tatsaechlich Jolly Green Giant, ist eine Art Schwerlasttransporter, speziell fuer die Minen. Mit diesem Exemplar und 16 anderen seiner Sorte wurden zwischen 1976 und 1987 in etwa 285 millionen tonnen Eisenerz zu Tage gefoerdert. Eine Ladung etspricht schon 150 tonnen.


Und die Reifen sind auch gradezu niedlich :D


Obermaschinenfuehrer Eicke

Und dann in Tom Price angekommen haben wir den ganzen Tag nach den richtigen Schrauben gesucht. Der arme Fabian ist immer hin und her gefahren zwischen zwei Werkstaetten, einem Autoteile- und einem Heimwerkerladen. Erst hat es schon ewig gedauert rauszufinden, was fuer eine Schraube das ueberhaupt ist, weil die alten schon so mies aussahen und als das Problem von 4 Angestellten zusammen geloest worden war, kam noch das Problem, dass man dann noch den einen Laden in der Stadt ausmachen musste, der diese Schrauben nun auch noch hat. Und dann musste auch noch unsere Wiindschutzscheibe repariert werden, was allerdings erst am naechsten Tag ging, weil der passende Mann dafuer heute leider krank war. Voellig genervt suchten wir uns statt einem Platz zum relaxen, dann lieber einen zum Schlafen. Ungluecklicherweise landeten wir genau zwischen einer grossen Strasse mit regem Road Train Verkehr und den Bahnschienen (und diese Zuege sind mehrere km lang!), so dass wir die ganze Nacht nette geraeuschliche Untermalung hatten.
Am naechsten Morgen noch schnell wieder in die Stadt um unseren Steinschlag repariern zu lassen und die Erlaubnis zu holen, dass wir auf der Strasse nach Karratha (die der Mining-/Bahngesellschaft gehoert) fahren duerfen und endlich konnte es in den Karijini National Park gehen.
Dort fuhren wir als erstes zum Oxer Lookout und genossen die Aussicht ueber den Junktion Pool und die Joffre Gorge,


bevor wir uns daran machten unseren Reiffen zu wechseln, der sich leider schon auf dieser ersten Strecke ein Loch eingehandelt hatte.


Danach machten wir uns auf unsere erste Walkingtour. Durch die Hankock Gorge, die Leiter runter, durchs Wassr gewatet, ueber den Spiderwalk bis zum Kermit Pool. An diesem wunderschoenen Pool, wo man ein erfrischendes Bad nehmen und von den Felsen springen konnte, war der Weg fuer uns zu Ende, da der weitere Weg, der bis in die Red Gorge gefuehrt haette ein Klasse 6 Trail war, fuer den man Abseilausruestung gebraucht haette.












Als wir genug geplantscht und auch den Rueckweg gemeistert hatten ging es auch gleich schon auf der anderen Seite weiter in die Weano Gorge, wo man wieder mal durchs Wasser waten musste und weiter in den Handrail Pool, am Seil runter in den letzten Pool, bevor unsere Reise wieder von einem Klasse 6 Trail beendet wurde.







Von dort aus machten wir noch den Umweg, einen weiteren Teil der Weano Gorge erkundent, bevor es uns auf den Parkplatz zurueckfuehrte. Unser Nachtquartier sollte im Dales Camp liegen, das sich am anderen Ende des Parks und damit dicht bei unsererem Zielen fuer den naechsten Tag befand. Auf dem Weg trafen wir ein anderes deutsches Paerchen (Anne und Basti), die auch mit einem Jackaroo unterwegs sind, als sie auch grade ihren Reifen wechselten und verabredeten uns noch fuer spaeter auf dem Campingplatz auch einen kleinen Schnack. Was fuer uns sehr interessant war, Maennerthema Auto und Frauenthema Biotechnik, weil Anne fast das gleiche studieren will wie ich. Leider waren dabei unsere armen Franzosen etwas ausgeschlossen...
Frisch und muter stuerzten wir uns mit Anne und Basti zusammen in das naechste Gorgeabenteuer. Wir fingen gemuetlich an und schauten uns zuerst die Lookouts an ueber die Threewaterways, wo drei Fluesse zusammentreffen und den Circular Pool.


Der hatte uns dann auch gleich so begeistert, dass wir runter stuermten und unser erstes noch recht frisches Bad des Tages nahmen. Dort konnte man aber auch gemuetlich unterm warmen Wasserfall duschen oder von den Klippen springen.





Nach dem wir alle fertig gebadet und geduscht hatten und auch schoen in der Sonne wieder getrocknet waren, ging unsere kleine Reise weiter zu den Fortescue Falls, wo wir auch gleich das zweite Bad des Tages nahmen und direkt unterm Wasserfall schwimmen konnten. Einfach unglaublich schoen.





Und schon ging es weiter zu den Fern Pools, wo das Wasser schon viel waermer war und man sich wieder vom warmen Wassserfall massieren lassen konnte. Zusaetzlich gab es noch ein Seil an dem man sich todesmutig ins Wasser schwingen konnte. Also wieder ein gelungener Badespass. Nur die Fische waren etwas bissig und haben mich ins Bein gezickt :(





Nach dem wir mit ein paar sportlichen Unterbrechungen wieder aus dem Badeparadies herausgewandert waren,


sind wir zur Visitorinformation gefahren, haben erstmal geduscht und gegessen und uns so erfrischt, dann noch die Ausstellung ueber die Gegend und die wichtige Rolle der Aboriginies in der Entwicklung der Region angeschaut. Zurueck auf dem Campingplatz haben wir noch ein paar Kleinigkeiten am Auto repariert (die Bullbar festgeschraubt und die Scheibenwischewasserduesen endlich wieder frei gekriegt, unseren zweiten Benzintank erforscht und rausgefunden, warum die Lichter von denen eins dem Kaengeruh zum Opfer gefallen ist, nicht gehen) und den netten Abend genossen.
Am naechsten Tag standen welch Ueberraschung weitere Gorges auf dem Plan. Wir fuhren zur Kalamina Gorge und erkletterten sie auch gleich.


Stiessen noch auch diesen huebschen Wasserfall


Als der Weg zu Ende war wurde dann die Kamera aus Sicherheitsgruenden zurueck gelassen und ohne wasserempfindliche Mitbringsel weitergeklettert.


Insgesamt, waren hier wohl die Steine beeindrueckender als das Wasser




Danach ging es dann noch zur Joffre Gorge und den gleichnamigen Falls, die wir auch erklettern konnten. Hier konnte man den Fluss beobachten, wie er sich in mehreren kleinen Wasserfaellen und durch mehrerekleine Pools seinen Weg nach unten suchte und im untersten Pool schwimmen gehen.



Wir konnten es uns natuerlich wieder nicht nehmen lassen ein bisschen zu klettern und die verschiedenen Ebenen zu erkunden






Ein kleines Stueckchen konnte man noch weiterklettern und von dort aus diesen Ausblick geniessen


Nachdem wir doch schon wieder einiges geklettert waren und schon einige Gorges gesehen hatten, haben wir uns die letzte, die Knox Gorge nur noch vom Lookout angeschaut und uns danach aus dem Staub zu machen, um mal wieder ein bisschen Zivilisation zu sehen.


Leider mit schlechter Laune, weil schon wieder Wasser in die angeblich wasserfeste Kamera gekommen war. Immerhin ging sie noch einwandfrei, nachdem wir sie haben trocknen lassen. Trotzdem eine Unverschaemtheit! Wir gucken wirklich immer ob sie auch richtig sauber ist an den Dichtungen.
Nach den wir schon mehrere Restareas verpasst haben nach denen wir gesucht hatten, fanden wir dann doch mit viel Glueck eine 24h Restarea, die untypischerweise ueberhaupt nicht ausgeschildert war und zusaetzlich mit einem grossen Tor abgesperrt war, so dass wir uns erst gar nicht reingetraut haben. Nach dem wir es dann aber doch geschafft hatten uns durchs Tor zu wagen und noch einen freien Schlafplatz zu finden, war es dann doch ein schoener Abend.