Donnerstag, 24. September 2009

14.-19.09.2009 - Sydney

Nach 20 Stunden Busfahrt nachmittags endlich in Sydney angekommen, stiegen wir an der Central Station aus und fuhren vollgepackt mit unseren ganzen Taschen mit der Bahn zum Stadtteil Pennent Hills. Von dort holte uns unser Couchhost Dave zum Glueck mit dem Auto ab.
Bei ihm zu Hause angekommen lernten wir gleich noch mehr Deutsche kennen, die vorher bei ihm genaechtigt hatten und jetzt mit ihrem grade gekauften Bulli vor der Tuer schliefen. Fabian kam auf die lustige Idee ihnen nicht zu sagen das wir Deutsche sind, allerdings machte Dave daraufhin gleich Italiener aus uns. Eine ganz grossartige Idee, bei zwei Blondchen wie Fabian und mir. Sehr lustig aber auch unwahrscheinlich anstrengend, so dass wir das Ganze bald aufgeloest haben.
Unsere letzten Tage bei dave verbrachten wir mit noch ein bisschen mehr Organisationsdingen, viel Gepaeck wegwerfen und neupacken, Blog schreiben und vor allem das Bett, die Dusche, den Strom und das permanente und vor allem schnelle Internet zu geniessen.
Und am letzten Tag schafften wir es tatsaechlich noch eine Runde zu laufen und uns die Stadt anzuschauen.





Die meiste Zeit haben wir allerdings bei Dave verbracht. Fast jeden Abend haben wir etwas unternommen und selbst wenn nicht haben wir bis morgens um vier oder fuenf geschnackt, Videos gesehen, Playstation gespielt oder was auch immer gemacht und sind teilweise erst nachmittags um drei aufgestanden.
Und fast jeden Morgen haben wir Eier und Speck zum Fruehstueck gemacht...


sehr fleissig...


Dave an seinem Lieblingsplatz, vorm Computer


unser Fruehstuecksspot


und unser gemuetliches Bettchen, fuer die Tage

Gleich an unserem ersten Abend hat er ein paar Leute auch mein Schwesterchen eingeladen und wir haben eine Singstar Competion gemacht. Sehr spassig! Und er hat auch nich schlecht geguckt, als Karo ihn einfach besiegt hat und ich auch nur um wenige Punkte hinterher war ;)
Spaeter sind wir dann fast alle beim Videogucken eingeschlafen.
Zwei Tage spaeter hat er uns (Karo war auch wieder dabei) mit zu einer BBQ-Party von einem Freund genommen.







Am naechsten Abend waren wir im Thai Restaurante und haben alle zusammen auf Daves Bestellung hin verschiedenste Gerichte bestellt.und alles mal probiert.
Was (ich muss sagen ich find mich sehr tapfer) schon das zweite Mal war, dass ich wegen ihm Seafood probiert habe. Allerdings zum Glueck nur bei der kleinen Vorspeise.

Unseren letzten Abend verbrachten wir mit Marcus und Nele, unseren Belgischen Freunden und Karo in der Stadt. Wir hatten uns eigentlich nur auf ein kleines Getraenk getroffen, landeten aber in der Bar/Restaurante des Shark Hotels, wo es ein riesiges Buffet fuer eigentlich $10, mit Gutschein, den Marcus hatte, sogar nur $5 pro Person kostete. Das liessen wir uns nicht zweimal sagen und liessen es uns mit ranvoll gepackten Tellern ordentlich schmecken. Als wir spaeter wieder bei Dave waren, war die Bude mal wieder voll und wir blieben mal wieder die ganze Nacht wach, vor lauter Playstation gespiele (ja sogar ich! Sehr verwunderlich) und geschnacke.
Und am naechste Morgen war es auch schon so weit! Die Abreise. Alles zusammengepackt, noch scchnell unter die Dusche, ein letztes Egg and Bacon Fruehstueck, die dicke Verabschiedung mit Wiedersehensversprechen in Deutschland und schon gings los. Zum Glueck brachten uns die beiden deutschen Jungs zum Flughafen, so dass wir unser gepaeck nicht so weit schleppen mussten.
Und ab in die Luft...

05.-13.09.2009 – Brisbane again

Nach dem wir bei Regen ein bisschen ausgeschlafen hatten, setzten wir unsere Langzeitbegleitung Jan im Hostel ab und verabschiedeten uns Richtung Brisbane. Jan wollte noch ein wenig in Rainbow Baech bleiben und bald zu der Farm in Gympy fahren, wo er Arbeit hatte.
Den Kopf mal wieder ein paar Autosorgen im Kopf fuehren wir auch direkt durch nach Brisbane, um unseren Autohaendler, Jason aufzusuchen und mit ihm ein paar Fragen bezueglich der Rego zu klaeren, die nach 10Monaten noch immer nicht auf unseren Namen geaendert wurde...
Bald wurde uns damit auch bewusst, dass wir unsere komplette Runde um Australien vollendet hatten und unserer grossen Reise bald das Ende bevorsteht.


Abends trafen wir uns mit Nils und Wiebke, den zwei kitenden Hamburgern, die wir beim segeln kennen gelernt hatten wieder. Karo checkte im gleichen Hostel wie die beiden ein und wir zwei suchten uns einen Schlafplatz ganz in der Naehe. Da grade ein grosses Rugbyspiel im Gange war, suchten wir uns eine nette Kneipe in der wir das match zwischen Australien und Suedafrika verfolgen konnten und setzten uns danach noch in einer anderen Bar zu einem netten Getraenk zusammen.
Im grossen und ganzen drehte sich unsere gute Woche Brisbaneaufenthalt hauptsaechlich um den Autoverkauf. Wir haben in jedem Hostel und an allen schwarzen Brettern, die wir gefunden haben unsere Anzeige auf und stellten es auf noch mehr Internetseiten.
Bei Jason konnten wir dann so weit vorkommen, dass er das Auto gleich auf den Namen des naechsten Kaeufers umschreibt und haben auch so viel mit ihm hin und her diskutiert, dass wir jetzt glauben, dass es diesmal wirklich klappen sollte. Mit dem einzigen Problem, dass wir ihm ja sonst auch geglaubt haben...
Waehrend wir die Anzeigen schon von $7000 runtergenommeen hatten auf $6000, sagten uns unsere beiden ersten Interessente, ein deutsches und ein hollaendisches Paerchen, beide sofort, dass sie maximal $4000 zahlen koennen. Deprimiert und verzweifelt davon, dass die beiden uns gleich so runterhalndelten, dass die Regosache immer noch von Jason abhaengt, wir kein Roadworthy Certificate bekommen konnten, was man offiziell fuer den Autoverkauf braucht und wir nicht mehr wirklich viel Zeit haben gingen wir schon rum und aenderten den Preis auf dem Anzeigen in den Hostels auf $4500.
Dazu kam, dass die Deutschen sich gegen das Auto entschieden und wir die Nummer der Hollaender verlohren hatten. Das hat uns dann richtig deprimiert. Im Nachhinein gesehen, war es Glueck im Unglueck. Kurze Zeit nachdem wir die Preisaenderung vorgenommen hatten rief uns noch ein deutsches Paerchen an. Nachdem sie sich das auto ein wenig angeschaut hatten, waren sie sofort begeistert und wollten es haben. Als wir dann auf das Gespraech mit dem Preis kamen, stellten wir fest, dass sie kurz vor uns durch die Hostels gelaufen sein muessen und die Anzeige grade noch mit dem alten Preis von $6000 gesehen haben. Gnaedigerweise liessen wir uns dann noch auf $5600 runterhandeln ;)
In den naechsten Tagen regelten wir das Papierkrams mit Jason, machten einen letzten Oelwechsel, raeumten das Auto aus und packten unsere Koffer, waehrend die beiden entschieden, was von unserer Ausruestung sie behalten wollten und erzaehlten den beiden alles was wir uebers Auto wissen und was wir sonst noch so an Tips parat hatten.
Abgesehen vom Autoverkauf mussten wir uns auch noch um die rueckzahlung unserer Steuern kuemmern, was gar nich so ganz einfach war, Fabian musste noch an seiner naechsten Praktikumsbewerbung und ich mal wieder am Blog arbeiten.
Nebenbei organisierten wir uns einenen Lift nach Sydney, einen Australier mit einem zum Wohnmobil umgebauten Bus, der uns am 13. von unseren Autokaeufern abholen und nach Sydney zu unserer neuen Unterkunft mitnehmen wollte. Als Unterkunft hatte wir uns ueber Couchsurfing einen jungen Australier namens Dave gesucht, der in einem netten Ortsteil noerdlich der Stadt wohnt. So weit so gut, alles organisiert. Wohl fast zum ersten Mal in Australien;)
Und wenn wir uns grade mal nicht mit Autoverkauf, Organisation und aehnlichen quaelenden aufgaben beschaeftigten, genossen wir Brisbane, trafen uns mit Nils, Wiebke und Karo, gingen einen trinken, genossen das Open Air Konzert, von Cat Empire (einer Band aus Melbourne), entspannten am Brisbane River in Southbank, viel mit unseren 'Nachbarn” zwei deutschen Jungs, deren Auto neben unsereem stand geschnackt und uns mit ihnen umsonst ins Kino geschummelt, um unserer Backpackerdreistigkeit eine Krone aufzusetzten und unter den 2,5 Filmen die wir uns angesehen haben auch den neuen Pixarfilm, Up bzw. Hoch gleich in 3D zu schaun.
Also alles in allem neben der Organisation, eine sehr schoene Zeit.






Als dann unser letzter Abend gekommen war, schauten wir uns mit Christin und Stefan, den Kaeufern unseres Rockys das Riverfire an. Ein riesiges Feuerwerk auf dem Brisbane River, das den Start der Feierlichkeiten zu Brisbanes 150. Geburtstag gab und nahmen danach noch ein paar gemuetliche Getraenke.
Am naechsten Morgen packten wir die letzten Sachen und sassen schon zur Schuesselabgabe mit den beiden zusammen, als wir die Nachricht von unserem Lift sahen. Sein Bus war kaputt und er wuerde fruehstens am naechsten Morgen losfahren koennen. So mussten wir die Schluesseluebergabe noch mal abblasen und uns noch eine zweite letzte Nacht erbitten.
Um unsere neu gewonnene Zeit zu nutzten, gingen wir unsere Waesche waschen und seetzten uns danach noch zu Burger King, um dort den Strom anzuzapfen. Irgendwann am Nachmittag bekamen wir dann die naechste Nachricht von unserem Lift. Die Reperatur von seinem Bus wird mindestens eine Woche dauern. Da haben wir erstmal bloed aus der Waesche geguckt. Froh grade Strom zu haben ueberflogen wir die Moeglichkeiten die wir hatten: Fliegen, Bus, Zug, Mietwagen, anderer Lift. Andere Liftangebote, die schnellgenug fuer uns in Sydney ankamen gab es nicht, fuer Mietwagen waren wir auch viel zu spontan, an einen Inlandsflug war mit unserem Gepaeck gar nicht zu denken und die Zuege hatten auch boese Gepaeckbeschrankungen. So blieb uns nur noch der Greyhound Bus, der zwar auch Gepaeckbeschraenkungen hatte, aber uns die groesste Hoffnung liess, dass sie trotzdem alles mitnehmen und vielleicht sogar nichts dafuer berechnen.
So wurde schnell gebucht, zurueck zum Auto gelaufen und Christin und Stefan bescheid gesagt. Die beiden waren so lieb uns noch zum Zug zu bringen, was bei unserem gepaeck auch wirklich noetig war und schon gings los. An der Greyhoundstation angekommen und eingecheckt wagten wir es dann einen anderen Reiseanbieter der grade nichts zu tun hatte zu fragen, ob er unser Krams mal wiegen wuerde. Unser Kitegepaeck hatte 34kg, die grossen Rucksaecke jeweils 17kg, der dritte Rucksack den wir noch dabei hatten 18kg und unser Handgepaeck 7kg. Sodass wir mit jeder einen Rucksack vorne, einen rucksack hinten bepackt, zusammen 93kg durch die Stadt geschleppt hatten.
Ab in den Bus und mit dem Blick auf 17h Busfahrt versuchen moeglichst viel zu schlafen. Aber nix da mit 17h. Nachts um drei sind wir liegen gebieben und mussten drei Stunden auf den naechsten Bus warten, weil der Busfahrer es selbst nicht reparieren darf, weil es ja nicht sein Job ist. Und das bei eisiger Kaelte, weil der Bus ja nicht die ganze Zeit laufen konnte. Wir haben echt Glueck mit Bussen! So schlecht vorbeireitet wie wir durch unsere doch her spontane Abreise waren, hatte ich natuerlich auch nich grade viel zum Anziehen im Handgepaeck, aber zum Glueck hat mich eine liebe Oma gerettet, die genug Decken dabei hatte, dass sie uns eine abgeben konnte. Und dann ging es endlich weiter Richtung Sydney...

Sonntag, 20. September 2009

31.08.-04.09.2009 – Rainbow Beach und Fraser Island

Nachdem wir Marcus noch moralisch und durch Werkzeugverleih beim Oelwechsel unterstuetzt haben konnten wir losduesen und nur mit einem Zwischenstop in Bunderberg nach Rainbow Beach fahren.


Um am naechsten Tag mit der Tour nach Fraser Island fahren zu koennen sollten wir zwischen 13Uhr und 14Uhr am Hostel ankommen. Schon viertel vor eins bekamen wir einen anruf, ob wir denn auch wirklich kommen wuerden! Und das nur um uns gleich bei unserer Ankunft um 13:30 zu sagen, dass wir doch nicht am naechste Tag sondern erst am uebernaechsten mitfahren duerften, weil wir uns nich 10 Tage im Voraus gemeldet hatten und die Autos nicht passend voll geworden waren. Na toll!
So haben wir den ganzen Tag in unserem Zimmerchen gesessen und einen Blog nach dem anderen geschrieben ;)
Abends sind dann auch Marcus und Nele in Rainbow Beach angekommen und wir haben uns noch zumm ultimativen Burrgerbraten getroffen. Sehr lecker! Diesmal sogar mit selbstgemachten Burgerpatties.



Am naechste Tag waren wir wieder fleissig am Blog schreiben, goennten uns aber ein paar Stunden Strand, beovor wir nachmittags zum 'Savetytraining' vor der Fraserfahrt gingen.
Noch schnell gepackt und alles fuer den naechsten Tag fertig gemacht und ab ins Bettchen.
Am naechsten Morgen ging es schon frueh los. Mit Pfannkuchenfruehstueck gestaerkt ging es los zum naechsten 'Savety training'. So haben wir schnell die Autos gepackt und einige Regeln ueber das Fahren auf Ssand gelernt.



Nachdem wir uns stundenlang das Gelaber von dem guten Autovermietungstypen angehoert hatten, dass er uns ja keine Regeln vorschreiben und uns keine Angst machen will, ABER....!!! konnten wir dann gegen Mittag auch endlich los und auf der Faehre den ersten Packen Goon aufmachen konnten.


Mit unserer lustigen Truppe aus 4 Iren, 2 Englaendern, uns 3 Deutschen und 2 Koreanerinnen fuhren wir dann eine ganze Weile den Strand entlang gen Norden,





bis wir beim Indian Head, dem noerdlichsten Punkt den wir auf dieser Insel anfahren duerfen ankamen. Hier machten wir ein groesseres Paeuschen, genossen den Strand und die Aussicht und sahen sogar ganz entfernt ein paar Waale.










Danach fuhren wir nur noch wieder gen Sueden wo wir nach einigem hin und her und immerwieder Verpassen der Camparea, schlugen wir unser Lager zusammen mit den beiden anderen Autos die mit uns gestartet sind irgendwo hinter den Duenen auf.






Partyhuete aufgesetzt, gekocht und es uns dann schnell am grossen Feuer gemuetlich gemacht, das die Jungs vorbereitet hatten.













Wenn mans genau nimmt, haben wir uns verfahren und soo lange nach dem richtigen Weg gesucht, dass wir nicht wirklich in den uns vorgeschriebenen 'save drivingtimes' am Strand angekommen sind, aber immerhin haben wir diese Nacht die richtige Campigzone gefunden. Am Campingplatz angekommen blieben wir auch glatt doch noch stecken, beim 'Einparken'.


Zelte aufbauen is gar nich so einfach...


Entgegen den Versprechungen dem Ranger gegenueber machten die Jungs wieder ein Feuerchen, aber immerhin wurde es vom letzten ausgemacht und versteckt.
Insgesamt sehr gemuetlich.



Und am naechsten Morgen mal wieder Aufstehprobleme. Leider diesmal soo lange, dass wir unsere fuer heute geplante Wanderung zum Lake Wabby abgeblasen haben, weil es drei Stunden dauern sollte und wir befuehrchteten, dass wir nicht rechtzeitig zur Faehre kommen wuerden.
Auf unserem Weg zurueck nach Norden, wo wir uns noch einen Fluss anschaun wollten, fing es an in Stroemen zu regnen, s o dass wir uns entschieden doch wieder umzudrehen und schon Richtung Faehre zu fahren.




Auf dem Weg kam es allerdings zu einem kleinen Problem! Ploetzlich konnte man nicht mehr schalten, als wenn die Kupplung kaputt waere. Da unser einer Ire ein klein bisschen Ahnung von Auto hatte, wusste er wie er die Gaenge reinpruegeln und das Auto starten konnte und dass das das Problem nicht schlimmer machen wuuerde. So pruegelten wir das auto mit nicht all zu guter Laune zurueck zum Punkt wo uns die Faehre abholen sollte. Dort angekommen, mussten wir gar nicht lange warten, bis wir mit einer fueheren Faehre als geplant, schon aufs Festland uebersetzen und unser Auto an der Werkstatt des autoverleihs abgeben konnten. Waehrend wir das Gepack abluden, alles saubermachten und wegraeumten, stellten die Mechaniker schnell fest, dass die Kupplung nicht kaputt war, sondern ihr nur die Kupplungsfluessigkeit fehlte.
Alle erleichtert fuhren wir dann mit einem anderen Auto ins Hostel zurueck und goennten uns eine Dusche um den Sand mal wieder loszuwerden.
Nach dem wir noch ein bisschen im Hostel entspannt und den strom genutzt haben sind wir mit Jan auf einen Campspot am Wasser gefahren und haben es uns dort gemuetlich gemacht und unsere Frasereindruecke ausgetauscht.
Unser Fazit: schoene Tour, aber nicht mehr ganz so besonders, wenn man so wie so staendig am Strand campt und mit dem 4WD drueberfaehrt. Viel Trinken und Spass, dafuer haben wir nicht wirklich viel gesehen.