Donnerstag, 6. August 2009

12.-19.06.2009 – Stocked in Kununurra

Nachdem wir schon morgens um sechse losgefahren waren um endlich von der Gibb River Road runter zu kommen und unser Auto nicht weiter zu strapazieren, kamen wir um acht auch endlich in Kununurra dem naechstgroesseren Ort, der nach Mechaniker aussah an. Da die Touriinfo noch zu hatte machten wir erstmal Fruehstueck, bevor wir uns endlich eine Karte und die Namen und Adressen von allen Mechanikern besorgen konnten. Die Franzosen und ich checkten erstmal ins Hostel ein, waehrend Fabian durch die stadt fuhr und lief und alle Mechaniker abklapperte. Da leider schon Freitag war wussten wir, dass wir was wir heute nicht geklaert kriegen auch vor Montag nicht fertig kriegen. So gaben wir das Auto zu den zwar teuersten, aber auch einzigem Mechaniker der Zeit dafuer hatte. So bezahlten wir 70$ nur dafuer, dass er uns sagte, was alles kaputt war und dass er nichts davon selbst reparieren kann. Der gefundene Schaden war ein gebrochener Rahmen, Auspuff von Kruemmer bis ?Kathalysator? Total zerloechert, was wohl auch der Grund fuer unseren uebertriebenen Benzinverbrauch waere, und die Gummidichtungen an den Kugelgelenken muessten eigentlich ersetzt werden. Letzteres machte uns am wenigsten Bedenken, da das schon seit Sydney so war und bisher nicht geschadet hatte. Fuer den Rahmen fanden wir bald jemanden der es, wenn auch erst am naechsten Dienstag, wieder zusammenschweissen koennte. Die grosse Hauptsorge war der Auspuff. Wir gingen zum Auspuffspezialisten im Ort und fragten nach einem groben Preis an. Alleine die Teile sollten 800$ kosten und dazu wollte er uns keinerlei Zeit festsagen, da er meinte dass es zwischen 1 Stunde und 2 Tagen dauern koennte, da es eigentlich einfach waere, es aber passieren kann, dass die Bolzen so verrostet waeren, dass sie abbrechen und dann dauert es ewig. Und das bei einem Stundenlohn von fast 100$!!!
Dazu kam, dass nur einmal die Woche der Truck mit den Ersatzteilen nach Kununurra kommt und dass die Teile bis Donnerstagabend bestellt sein muessen, damit sie Montag da sein. Also hatten wir eh noch einige Tage Zeit bis wir uns entscheiden mussten, ob wir die Teile wollten.
Zurueck im Hostel diskutierten wir hin und her und machten uns einen Kopf ob es sich ueberhaupt lohnt das Auto zu reparieren (da die Kosten ja locker auf einige tausend ansteigen konnten) oder ob man es kaputt an den Schrotthaendlern verkauft, es nur notduerftig repariert und an den naechsten Backpacker verkauft, der dann die Sorgen hat oder es nach Brisbane zu bringen su lassen, wo wir einen deutschen Mechaniker kennen, der uns sicher helfen wuerde.
Nach einer grossen Portion Pommes und dem ein oder anderen Bier und Selk verbrachten wir seit langen mal wieder eine Nacht im Bett.
Da wir feststellen mussten, dass die Matratzen im Hostel auch nicht besser waren als die in unserem Auto checkten wir beide schon am naechsten Morgen wieder aus. Die Franzosen blieben im Hostel und hatten bald beschlossen, dass sie am liebsten am naechsten Montag mit dem bus weiterfahren wuerden nach Darwin, von wo aus Damian nach Hause fliegen wurede, waehrend Yohan nach einem Job suchen wollte.
Wir dagegen liegen in der Stadt im Kreis und machten uns das ganze Wochenende lang die gleichen trueben Gedanken und Sorgen um das Auto. Wenigstens hatte sich das Schlafplatzproblem bald geloest. Nachdem wir bestimmt schon zwei bis dreimal an seinem Haus vorbeigelaufen waren sprach uns ein Australier, Neithen, an, ob wir wen suchen wuerden. Schon hatten wir ihm unser Problem erklaert und gefragt, ob wir einfach vor seinem Haus an der Strasse im Auto schlafen duerften. Er hatte kein Problem damit und schon hatten wir ein neues Zuhause fuer die naechsten Naechte.
Und auch noch nette Gespraechspartner, die uns zugehoert und auch noch den ein oder anderen Tip gegeben haben.
Neben lauter Sorgen und Diskussionen ist uns eigentlich nicht viel spannendes passiert an diesem Wochenende, ausser dass wir dieses “kleine” Tierchen unter unserem Auto fanden (etwa so gross wie meine Hand)


und von Annie, der Freundin/Frau von Neithen uns Bok Choy, ein komisches Chinagemuese rausgebracht hat, weil sie es von einer Freundin geschenk bekommen hatte und selber gar nicht so viel davon verwenden konnte. Da wir das Krams beide noch nie gegessen hatten war es doch wirklich interessant damit zu kochen, weil wir ja uach gar keine Ahnung haben wie es am Ende schmecken soll.
Sobald es Montag war haben wir unser Auto sofort zum Mechaniker gebracht, der erstmal selbst einen Blick drunter werfen wollte, bevor er fuer uns die Teile bestellt. So haben wir uns mit einer Decke, ein bisschen Lesekrams und Essen in den Park gelegt und gewartet, gewartet und dabei natuerlich immer noch diskutiert...
Nebenbei haben wir auch am Mount Barnett Roadhouse angerufen, von dem wir ja von Maja und martin wussten, dass sie nach Arbeitern suchen. Die jobs waren auch tatsaechlich noch frei und sie waeren auch interessiert daran uns einzustellen, nur leider konnten wir ihnen noch nicht sagen, ob und wann wir kommen koenne, da wir ja nicht wussten, was aus dem Auto wird.
Als wir dann gegen Abend unser Auto abgeholt haben kam die grosse Erleichterung, der Auspuff war gar nicht kaputt gewesen, das was zerloechert war ist nur ein Schutz um dem auspuff herum. Es mussten nur ein paar Dichtungen erneuert werden. Gesagt, getan 80$ statt ein paar tausend. Doch so warnte der Mechaniker, Peter uebering, uns gleich, das war wohl noch nicht alles, wir sollten am Mittwoch wiederkommen.
Da uns schonmal ein riesiger Stein vom Herzen gefallen war goennten wir uns erstmal eine richtig leckere Pizza und entspannten das erste Mal seit Tagen.
Am naechsten Tag brachten wir das Auto zum Rahmenschweissen und verbrachten mal wieder den Grossteil des Tages im Park lungernt. Als wir im Coles waren trafen wir nicht nur Martin und Maja wieder, sondern auch noch das Schweizer Paerchen, dass wir am Mitchell Plateau getroffen hatten und auch Nico, den wir aus Broome kannten, inzwischen mit seinem neuen Mitfahrer, einem Iren. Mit den beiden verbrachten wir auch den Abend, mal wieder im Park :), wobei Fabian mal wieder deren Autoprobleme loeste, waehrend unser Auto immer in die Werkstatt muss...
Am naechsten Morgen ging es natuerlich gleich wieder zum Mechaniker. Der wollte mit seinem Computer die Fehlermeldungen auslesen, da allerdings beim Schweissen, die Batterie abgeklemmt wurde, war der Fehlerspeicher geloescht und er hat uns nochmal auf eine kleine Spritztour geschickt. So sind wir die Strassen hooch und runter gefahren, ueber 80 um die Check Engine Lampe anzukriegen und haben dabei das Ivenhoe Crossing entdeckt


Sehr huebsch, aebr wohl nicht ganz einfach zuu ueberquere, also lieber schnell zurueck und das Auto abgeben, bevor wir noch was kaputt machen.
Den Rest des Tages verbrachten wir mal wieder im Park und als wir das Auto abholten, wurde uns gesagt, dass der Oxygensensor, also die Lambdasonde kaputt ist, das Ersatzteil schon bestellt waere aber eingeflogen werden muesste, also fruehstens am naechsten Nachmittag.
So mussten wir im Roadhouse unsere Ankunft mal wieder etwas nach hinten verschieben und waren sehr gleucklich dass sie immer noch Interesse an uns und nicht schon laengst wen anderes gefunden hatten.
So goennten wir uns weil wir so begeistert davon waren, gleich noch ein Pizza und ein Weinchen dazu und schliefen am naechsten Tag aus, weil wir vor nachmittags ja eh nichts machen konnten. Als wir beim Mechaniker ankamen, war das Teil leider noch nicht da, so dass wir bis zum naechsten Morgen warten mussten. Also fuhren wir zum Swimbeach, einem kleinen “Strand” am Fluss und haengten dort unsere Haengemattenstuehle auf uns liessen es uns gut gehen.
Am naechsten Morgen wurde ich von Fabian mit einem Geburtstagskuchen ueberrascht



bevor wir unser Auto doch wieder beim Mechaniker abgegeben haben. Um halb elf war unser Auto fertig und wir konnten uns endlich vom Mechaniker verabschieden. Unseren Chef im Roadhouse angerufen, ein paar Einkaeufe gemacht und schon ging es los!
Tja, hatten wir uns so gedacht, sobald wir die Stat verlassen hatten ging die 'check engine' Lampe wieder an, so dass wir gleich wieder umdrehten und direkt zum Mechaniker fuhren.
Diesmal liess er uns zum Glueck nicht lange warten, sondern schaute sich das Auto sofort nochmal an. Nach vergleichsweise kurzem Warten kriegten wir unser Auto wieder. Er hatte alles nochmal kontrolliert uns saubergemacht konnte allerdings keinen direkten Fehler finden und auch mit seinem Computer konnte er keine Fehlermeldung finden. Das Auto hoerte sich danach zwar besser an, das eigentliche Problem war jedoch nciht wirklich behoben. Trotzdem schickte er uns ohne Sorgen auf die Gibb River Road und meinte das wird schon. Da wir eh keine Lust mehr hatten zu warten und ja dem Roadhouse auch versprochen hatten am naechsten Tag schon da zu sein sind wir auch gleich losgeeilt und in Richtung unserer zukuenftigen Arbeitsplatz gefahren bis es dunkel wurde.

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