Donnerstag, 6. August 2009

06.-08.06.2009 – Gibb-River Road bis Kalumburu Road

Enthusiastisch auf der Gibb River Road angekommen, werden wir mit der ersten Enttaeuschung konfrontiert. Road Closed! Wir koennen nicht in die Lennart Gorge fahren, die eigentlich unsere erst Gorge heute sein sollte.


Also lieber schnell weiter zur Bells Gorge, unserer zweiten Gorge, wo wir auch wirklich nicht enttaeuscht wurden.
Nach dem ein oder anderen River Crossing kamen wir bald an


und freuten uns ueber den interessant und etwas feutch aussehenden Wanderweg


Zum Glueck ging es ueberall ueber Steine, sodass man trocken blieb



bis auf bei der Abkuerzung, die wir uns ausgesucht hatten...


Waehrend unsere todesmutigen Franzosen sich mal wieder im Klippenspringen uebten,


schwammen wir lieber im friedlichen Wasserfall.




Hier am Ufer lernten wir Martin und Maja kennen, die etwas von einem offiziell umsonst Camp gehoert hatten. Damit hatten sie uns schnell begeistert und wir machten uns zusammen auf den Weg zur Adcock Gorge. Unterwegs mussten die Jungs sich dann messen darin, wer am schoensten und schnellsten durch das River Crossing fahren kann...



Geiles Viedeo, aber ob das gut fuers Auto war...

An der Gorge angekommen sahen wir dann, dass die Info wohl nicht mehr aktuell war, denn dort standen die Schilder, dass man da bitte nicht campen sollte. Tja, da es aber schon dunkel war und auf dieser Strecke nicht nur Kaengerus, sondern vor allem Kuehe die naechtliche Gefahr darstellten, waren wir uns ziemlich schnell einig, dass wir das Schild wohl leider ignorieren muessen. So wurde das Zelt schoen gleich neben dem Schild aufgebaut ;)


Ausser uns waren noch ein paar andere Leute eingetroffen, unter anderem eine franzoesisch/belgische Gruppe auf Fahrraedern, die wir auch in den folgenden Tagen noch oft trafen. Die haben meinen Respekt!
Am naechsten Morgen wurde die Adcock Gorge gleich noch erkundet. Mit ihren drei kleinen Wasserfaellen, war sie sehr schoen und gemuetlich.


Durch verschlungene Landschaft und am Fluss voller Seerosenblaetter vorbei fuehrte uns der Weg langsam vorwaerts



An vielen huebschen Pflaenzchen


an Felsen


und an ihren Bewohnern vorbei


bis wir endlich da waren und die Stille des Morgens nur vom Plaetschern der Wasserfaelle unterbrochen geniessen konnten.

Unser naechster Stop war am Mount Barnett Roadhouse, von wo aus die Abzweigung zum Manning Gorge abgeht. Eigentlich haette es uns 10$pro Person gekostet uns die Gorge anzuschauen, doch Dank unseres Backpackergeizes und der Beharrlichkeit der Franzosen, entschieden wir uns uns einfach reinzuschleichenl, als wuerden wir es nicht wissen und mal abzuwarten was passiert.
Der Wanderweg zum Wasserfall bot zwei Moeglichkeiten an, eine kurze bei der man das erste Stueck schwimmen musste und eine lange, bei der man durchs Wasser waten musste bzw. ueber einen Baumstamm balancieren konnte. Die beiden Wege liefen zusammen und von dort aus musste man dann noch den groessten Teil wandern. Wir entschieden uns dafuer zumindest auf dem Hinweg die lange Variante mal auszuprobieren.


Erstaunlicher Weise ist tatsaechlich niemand wirkich reingefallen
Die Franzosen waren mal wieder ein bisschen vorraus, da ist das Unglueck passiert. Ich habe mich zu Fabian umgedreht dabei aber weiter gelaufen und mit dem Fuss volle Kanne gegen einen Stein.
Ich musste mich erstmal hinsetzen miche eine Weile ausheulen und entspannen...
Mein Zehnagel war in der Mitte durchgebrochen, aber beide Teile hingen noch fest, die Haut war aufgeplatzt und der Knochen war, wie ich mir inzwischen sicher bin wohl gebrochen.


Nachdem ich den ersten Schmerz ueberwunden und mir das Mitleid von ein paar Vorbeiwandernden eingefangen hatte, machten wir uns wieder auf und ich wanderte noch bis zum Wasserfall, wenn auch nur sehr langsam, grade bei den Kletterteilen des Weges...
Die Leute die uns entgegen kamen meinten es waere nicht mehr weit, vielleicht noch eine halbe Stunde, mir kam es ewig vor! Aber ich habe wohl auch laenger gebracht als Leute mit heilen Fuessen.


Als wir dann endlich angekommen waren, kamen uns die Franzosen schon wieder entgegen, die schon umdrehen und nach uns suchen wollte, weil sie nicht wussten, was wir so lange machten. Wir gaben ihnen den Autoschluessel, damit sie schonmal was essen koennen, weil ich ja noch ein bisschen brauchte.


An dem ersten Pool, haette man vorbei klettern koennen, aber ich habe mich doch lieber fuer durch schwimmen entschieden, das ging auch wunderbar nur als ich aus dem Wasser kam, konnte ich erstmal wieder nicht auftreten, sodass ich Fabian lieber vom Rand zuguckte, als er dann unterm Wasserfall spielte.



Und schon ging es auch schon an den langen Rueckweg, den ich mit Hilfe des Wanderstockes den Fabian fuer mich gefunden hat meistern konnte.



Wieder am Auto angekommen, trafen wir Martin und Maja wieder, die uns mal wieder ein nettes Freecamp verrieten. So war schnell verabredet, dass wir uns abends an der Barnett River Gorge treffen wuerden.
Die beiden hatten wohl doch laenger am Wasserfall gebraucht, als sie dachten, jedenfalls kamen sie nicht mehr bei uns an.
Am naechsten Morgen haben wir uns noch die River Gorge angeschaut, mal ohne Wasserfall und tiefem Wasser zum springen


bevor es dann weiter ging, mit ganz viel fahren, bis wir den Abzweig zur Kulumbana Road erreicht hatten


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