Montag, 15. Juni 2009

25.-26.05.2009 - Exmouth

In Exmouth angekommen war die Enttaeuschung gross. Im National Park, der guenstigsten Campmoeglichkeit, war kein Platz mehr frei. Nach viel hin und her wurde dann beschlossen auf den letzten Campingplatz ausserhalb der Stadt ganz nah am National Park zu gehen, anstatt sich einfach irgendwo hinzustellen, weil wir doch von den vielen “No Camping” Schildern eingeschuechtert waren. Auf dem Weg wurde unsere Aufmerksamkeit von riesigen Antennen beansprucht, die es dann auch auf einem kleinen Umweg zu erforschen galt. Am Strassenrand fanden wir ein Informationsschlid was uns schon mit den ersten wichtigen Daten versorgte.


Demnach handelte es sich um den weltweit groesseten FMTransmitter der Welt, mit einem Gesamtdurchmesser der ganzen Konstruktion von 2,52km, dem hoechsten Turm von 387m und den kleinen Aussentuermen mit 304m.
Allerdings war uns immernoch nicht wirklich klar wozu diese Monsterantennen eigentlich da sind. Also weiter gefahren und geforscht. Schon bald konnten wir an den Schildern an der Umzaeunung rausfinden, dass das Ganze irgendwie zur NAVY gehoert. Dann kam die Schranke. Der Wachposten, der dachte wir haetten uns verfahren wurde gleich ausgefragt und konnte uns dann verraten, dass diese Radioantennen dazu da sind, mit Ubooten unter Wasser zu kommunizieren. Uebrigens fuer Australien und Amerika...
Nebenbei war der gute NAVY Wachmann auch noch Touriguide und verriet uns gleich die besten Spots im National Park.
Unser naechster ungeplanter Stop war am Leuchtturm von dem aus man wunderbar den Sonnenuntergang beobachten konnte.



Von dort aus ging es weiter Richtung Campingplatz. Dieser war leider im Dunkeln unauffindbar. Nachdem wir zweimal dran vorbei gefahren waren und dabei bestimmt 100 Kaengeruhs (nein das ist nicht uebertrieben) gesehen haben, hat es uns gereicht und wir sind doch einfach im Gebuech neben einer Duene gelandet.
Am Morgen wieder auf der gleichen Strecke unterwegs, konnten wir den Campingplatz dann doch entdecken, aber er war wirklich schlecht zu sehen.
Als wir um halb acht in den National Park rein fuhren sahen wir auch schon fuenf Autos annstehen, die alle einen Campinglatz ergattern wollten, beim Ranger der erst um acht aufmacht. So konnten wir entspannt an der Schlange vorbei fahren und uns am T-Bone Beach mal wieder ein Strandfruehstueck goennen. Da der National Park einmmal an der Kueste lang fuehrte und wir eh hin und zurueck fahren mussten, fuhren wir als erstes ganz nach unten zum Yardi Creek, um uns einerseits den Creek und andererseits auch die Flussueberquerung an zu schauen, wegen der wir vor dem 4WDTreck zurueckgeschreckt waren. Und ja, die Ueberquerung sah nicht ganz so leicht aus, waere wahrscheinlich bei niedriger Ebbe, die es am Abend gegeben haette schaffbar gewesen. Naja, sicher ist sicher und so haben wir ja auch nicht viel verpasst und sogar Zeit gespart und defintiv auch einiges an Nerven. Der Yardi Creek selbst mit seiner Schlucht war wurderschoen und auf einem netten zwar etwas steinigen, aber fuer als Klasse 4 von 6 (fuer Klasse 6 braucht man dann Abseil- und Rockclimbeausruestung) angekuendigt sehr gemuetlichen Weg zu erkunden.


(hinten im Bild ist die Stelle zu sehen an der wir den Fluss haetten ueberqueren muessen)


Unser naechste Stop, von unserem NAVY-Tourguide empfohlen, war die Sandy Bay, ein schoener netter Strand, nur der Wind zum Kiten hat gefehlt... ;)
Dafuer waren viele kleine Korallenteile an Land gespuelt worden


Dies mal auf den Tip eines Maedels aus der Touriinfo hin stoppten wir am Oyser Stacks, das so von aussen betrachtet nicht so besonders war, aber wenn man sich mit dem Schnorchel ins Wasser wagte sehr beeindruckend!








Leider war der Ein- und Ausstieg ins Wasser etwas schwierig. Man musste naemlich ueber Steine ins Wasser krabbeln, die schon von den Wellen umspuelt wurden, besagte Wellen haben einen dann schoen auf den Steinen hin und her gerieben. Mein armer Fabian war danach ganz zerschrammt und zerbeult. Danach ging es zur Turpoise Bay, wo man wieder mit der Stroemung schnorcheln konnte, nur dass man diesmal nicht direkt zum Handtuch getragen wurde, wo die Stroemung aufhoerte, sondern aufpassen musste, rechtzeitig rauszukommen, damit man nich von der Stroemung auf die andere Seite des Riffs gezogen wird.






sogar eine Moraene haben wir entdeckt








und einen Trompetenfisch











Aber alles ganz entspannt, wir waren bevor wir am letzten sicheren Ausstiegspunkt angekommen sind schon so lange im Wasser, dass wir schon vorher aussind. Da wir einen riesiegen Rochen,


einen Hai


und einige von den beeindruckend schoenen Angelfishes gesehen haben,


sind wir eh immer lange gegen die Stroemung angepaddelt um bei unseren Beobachtungsobjekten zu bleiben und vielleicht doch noch ein schoenes Foto zu machen.
Noch ein kurzer Stop an der Mangrove Bay


und schon hatten wir den National Park wieder verlassen und hielten noch einmal beim Turtle Center Jurabi an, wo wir aber natuelich mal wieder keine Schildkroeten sahen...
Aber diesmal war es auch deutlich wegen der falschen Saison. Hier konnte man naemlich das Eierlegen und Schluepfen beobachten, aber das geht natuerlich nicht das ganze Jahr.
Nachdem wir in Exmouth noch einiges bezueglich unserer bald auslaufenden Autoregistrierung und bezueglich meines Studiums geklaert hatten, konnten wir weiter sausen und uns den spektakulaeren Shothole Canyon anschauen. Der Name kommt von den heute noch sichtbaren Sprengloechern aus der Zeit, wo hier versucht wurde eine Mine aufzubauen. Wir waern uns zwar nicht sicher ob wir sie gesehen haben, aber beeindruckend war der Canyon auch so.


Wir haben die gelblichen Loecher im verdacht besagte “shotholes” zu sein, sind uns aber bei Weitem nicht sicher.


Vom ersten Canyon begeistert fuhren wir in den zweiten, den Charles Knife Canyon natuerlich auch gleich rein.



Auf dem Weg verloren wir eine Schraube vom Unterfahrschutz, so dass der nun runter hing und gelegentlich auf den Boden aufschlug.


Da wir die Schraube leider nicht wiederfinden konnten mussten wir die beiden betroffenen Bleche erstmal abschrauben. Trotzdem fuhren wir noch schnell bis zum Ende weiter wo wir von einem unspektakulaeren Lookout empfangen wurden und von einem Rundweg fuer den wir keine Zeit mehr hatten. Das Ganze hatte naemlich doch laenger gedauert als geplant, so dass wir leider den letzten Teil der Strecke bis zur Restarea im Dunkeln fahren mussten. Und da kam was kommen musste, die Kaengeruhs waren auch mal wieder auf der Strasse. Fabian und ich haben beide fleissig Aussschau gehalten und ich habe ihm die Kaengeruhpositionen zugerufen. Das System ging auch erst ganz gut. Nur dann sah Fabian die Kaengeruhs auf der rechten Seite und fuhr nach links, waehred ich ihm schon zurief, dass links auch Kaengeruhs sind und er wieder auf die Mitte der Strasse fuhr. Leider musste das Kaengeruh von der liken Seite dann genau auf die Strasse springen und fuer uns gab es kein Entkommen mehr. Unser erstes Kaengeruh erwischt.
Nach kurzer Aufatempause nach dem naechtlichen Schock sahen wir dass dem Auto nicht viel passiert war (nur ein paar Lichter) und das Kaengeruh zum Glueck sofort tot war. Leider hatten wir gleich zwei Kaengeruhs erwischt, das zweite war ein kleines noch ungeborenes Baby, was durch den Unfall aus dem Bauch geschleudert worden war. Sehr fiess!



Aber auch das war wohl sofort tot.
Auf unserem restlichen Weg gab es dann zum Glueck keine weiteren Zwischenfaelle mehr. Wir waren auch alle sehr froh als wir auf der Restarea ankamen und haben sogar eine frueher genommen als geplant.

Sonntag, 14. Juni 2009

23.-25.05.2009 - Carnarvon bis Coral Bay

Heute ging es ab nach Carnarvon, einer grossen Erntestadt, wo wir nach Arbeit suchen wollten. Leider erfuhren wir schon in der Touriinfo, dass das Wetter zwei Monate zuvor zu schlecht gewesen war und noch keine der Fruechte reif sind. Bald darauf trafen wir auch einige Backpacker, alte Bekannte von Damian und Johan, die schon seit zwei Wochen auf Arbeitssuche und immer noch joblos waren. Also beschlossen wir lieber nicht zu viel Zeit mit der Arbeitssuche zu verschwenden, sondern unser Glueck lieber weiter oben zu versuchen. Machten mal wieder einen Grosseinkauf, diesmal sogar mit lecker 10er Packung Eis. Leider war die 10er Packung guenstiger als die 4er Packung ;)
Und besuchten noch den Growers Market, wo die Produzenten der Gegend ihre Waren anboten, bevor wir uns wieder auf die Strasse wagten und diesmal sogar lange vorm Dunkelwerden an unserem Nachtlager ankamen und alles im Hellen aufbauen, das Feuerholz rechtzeitig sammeln und sogar noch ein bisschen spielen konnten.
So ausgeruht starteten wir durch nach Coral Bay wo wir uns mal wieder ein schoenes Fruehstuck am Strand goennten. Danach landeten wir auf der Klosuche im Infostand der Ecotours und schnackten mit Kiki, einer Deutschen, die auf ihrer Reise durch Australien im kleinen Oertchen Coral Bay haengen geblieben ist.
Wir hatten eigentlich einen 4WDTreck von Coral Bay hoch bis Exmouth, durch den Cape Range National Park geplant, ganz am Ningaloo Reef entlang. Dank Kiki wussten wir, dass ein Teil des Trecks, der Yardi reek, im Moment zum Meer offen ist und nur bei ganz niedriger Ebbe eventuell zu ueberqueren ist und damit wirklich nur fuer Leute mit viel 4WD Erfahrung empfohlen ist. Und sich der Aufwand nicht wirklich lohnt, weil man doch nicht wirklich was vom Meer sieht und aussen rum ueber die normale Strasse auch noch wirklich schneller ist. Also wurden die Reiseplaene geaendert, was uns wahrscheinlich wirklich viel Aerger gespart hat.
Ausserdem liessen wir uns auch noch einen Turtle Ecocruise empfehlen, auf dem man einerseits die 2km bis zum Korallenriff rausgefahren wird (in einem Glasbodenboot) und dort an den besten Schnorchelspots rausgeworfen wird und andererseits in die Turtlesanctury gebracht wird, wo man zwar nicht ins Wasser darf aber normalerweise unglaublich viele Schildkroeten sieht.
Also unsere Franzosen ueberredet, kurz Lunch gegessen und dann ab aufs Boot. Am Anfang konnten die 10 Bootsinsassen schon die ganzen Korallen im Korallengarten, der sich zwischen Strrand und Riff erstreckt beobachten und auch dort schon viele bunte Fische entdecken.


Spaeter am Riff angekommen, wurden wir einmal zum Schnorcheln in Eigenregie abgesetzt und wollten als die Zeit um war gar nicht wieder raus aus dem Wasser, weil es so schoen war.






















Etwas spaeter wurden wir an einem zweiten Spot ins Wasser gelassen, wo wir uns entscheiden konnten alleine zu Schnorcheln oder gefuehrt durch das “gap” einer Luecke im Riff schwimmen und dort Riffhaie beobachten konnten. Dort treffen sich naemlich die Riffhaie mit anderen kleinen Meeresbewohnern, die ihnen so zu sagen die Zaehne putzen. Diesmal war leider nur ein Hai da und wir hatten auch kaum Zeit ihn zu beobachten. Trotzdem sehr spannend.
Danach gab es an Bord noch eine kleine Nachmittagsstaerkung mit Obst und Keksen, waehrend unser Skipper schon fleissig nach interessanten Meeresbewohnern Ausschau gehalten hat.


So bekamen wir auch einen Adlerrochen und eine Seekuh, ganz besonders, weil die so scheu sind, zu Gesicht.


Anschliessend ging es dann ab in die Turtlesanctury, wo wir allerdings keine einzige Schildkroete entdecken konnten. Laut unserer Bootbesatzung wohl das erste Mal, dass wirklich keine einzige in Sicht war.
Trotzdem eine schoene Tour und man muss zugeben dass sie es wirklich versucht haben, wir waren eine gute halbe Stunde laenger draussen als geplant, weil wir noch so lange nach den Schildkroeten gesucht haben.


Wieder am Land angekommen eilten wir auf den BBQPlatz um unsere Wuerstchen auf den Grill zu werfen. Da die oeffentliche Grillplatte leider kaputt war, mussten wir uns leider auf dem Grillplatz des Campingplates einnisten. Nach dem wir fremde Gefilde verlassen hatten mussten wir dann doch nach einem Schlafplatz suchen, was sich als nicht ganz so einfach heraus stellte. Am Ende sind wir mal wieder irgendwo im niergendwo gelandet und mitten auf einer riesigen Grasebende gepennt. Wie wir am naechsten Morgen sahen, hatten wir uns mal wieder viel zu viele Gedanken gemacht, die anderen Backpacker, hatten ihr Lager im selben kleinen Feldweg, bloss direkt neben der Strasse aufgeschlagen.
So begeistert von der Tour und dem was wir schon durch den Glasboden gesehen hatten, gingen wir heute gleich noch einmal schnorcheln. Diesmal nicht im Riff sondern im Korallengarten. Wie uns der lustige Mann vom Boot empfohlen hatte, waren wir erst am Strand ein Stueck hochgelaufen und hatten uns waehrend des Schnorchelns von der sachten Stroemung zu unseren Handtuechern zuruecktragen lassen und dabei eine ganze Menge entdeckt.













Unter anderem auch diesen Rochen (wir vermuten dass es ein Adlerroche war) Er war unglaublich schnell. Erst sind wir nochmal neben ihm hergeschwommen und ploetzlich hat er einmal mit seinen “Fluegeln” geschlagen und war komplett ausser Sichtweite.



Und schon ging es weiter nach Exmouth...