und nachdem wir unser Fruehstueck verputzt hatten, gings schon zum naechsten schoenen Strand, dem Shelly Beach
Da wir es kaum erwarten konnten unser tolles neues Schnorchelkrams auszuprobieren, hielt es uns dort nicht lange. Wir mussten gleich weiter nach Denmark, wo uns der Greens Pool als geheimes Schnorcheparadies empfohlen wurde.
Bei einem Stop in der Touriinfo wurde uns allerdings schnell klar, dass es vor dem Greens Pool noch einige andere Schoenheiten zu bewundern gab.
Zuerst das Bert Bolle Barometer, dass mit seinen stolzen 12m im Informationszentrum einen eigenen Turm bekommen hat, weil es in das eigentliche Gebaeude nicht hineinpasste. Uebrigens das groesste Barometer der Welt.
Dieses erstaunliche Barometer hat eine lange Roehre in der Wasser durch ein Vakuum nach oben gesaugt wird und dort bei 19,7Grad Celsius anfaengt zu kochen.
Und neben diesem schoenen Effekt, laesst es natuerlich auch, wie es die Aufgabe des Barometers ansich ja ist, eine recht genaue Wettervorhersage zu. :)
Als wir uns von diesem technischen Spektakel loesen konnten, waren mal wieder die natuerlichen Schoenheiten dran. Also ab zum Ocean Beach
und zum Light Beach, wo wir uns fuer eine kleine Klettertour auf den Monky Rock entschieden
Danach konnten wir endlich ins Wasser stuermen und die Fische entdecken.
Unterwasserforscher
ganz viel gestreift
grosse Rochen, die ich persoenlich ja irgendwie unheimlich finde...
Und noch viel mehr gestreift! Das muss da unten irgendwie Mode sein... ;)
Einmal ordentlich durchgefroren (naja, eigentlich nur ich), aber gluecklich sind wir dann wieder raus aus dem Wasser und haben noch den Rest des William Bay National Parks erkundet.
Die Elefant Rocks
und den Waterfall Beach
Da wir so schnorchelbegeistert waren, dass wir uns es am naechsten Morgen gleich noch einmal wagen wollten, beschlossen wir gleich im National Park zu bleiben und dort zu naechtigen.
Das war vielleicht nicht die beste Idee. Am naechsten Morgen wurden wir etwas unsanft geweckt!
Um 6:10 Uhr klopfte der Ranger an unsere Tuer und erklaerte uns sehr deutlich, dass das Campen hier nicht erlaubt sei und er uns am liebsten eine 500$ Strafe verpassen wuerde und das auch machen wuerde, wenn wir nicht innerhalb einer halben Stunde verschwunden waeren! Das liessen wir uns nicht zwei mal sagen und waren innerhalt von 10min auch schon weg.
Tja mit Schnorcheln, war da wohl nichts mehr. Der gute Mann war auch so richtig beleidigt und getroffen, als haetten wir in seinem eigenen Garten gezeltet und da das totale Chaos angerichtet, dabei haben wir keinen Muell und nichts hinterlassen, waren auch nicht laut, gar nichts! Und haben damit ja eigentlich keinen gestoert...
Naja, aber manche Menschen sehen das scheinbar etwas anders.
So unsanft geweckt sind wir erstmal zur Peaceful Bay gefluechtet, wo es zwar nicht ganz so berauschend schoen war wie es uns versprochen wurde, aber doch wirklich friedvoll, so dass wir uns dort noch ein bisschen auszuruhen konnten.
So ausgeruht konnten wir weiter ziehen und den Tree Top Walk erkunden. Dieser Walk fuehrt den Besucher nicht nur durch die schoenen grossen Jarrah Baeume, die fuer die Gegend typisch sind, sondern auch zu ihren Gipfeln hinauf bis in Hoehe von 40m.
Zurueck auf dem Boden konnte man sich die beeindruckenden Staemme der Baumriesen anschaun und oft auch begehen
Um mehr Standsicherheit fuer ihre Hohen Staemme zu garantieren, blaehen sich die Baeume nahe des Bodes auf und werden dabei oft hohl und gewaehren den Bewunderern Eingang
ganz schoen gross...
In Erinnerung an einen besonders grossen Baum mit ebenso besonders grosser Stammoeffnung, wurde dieses kleine Trickbild erschaffen. Die Oeffnung war naemlich so gross, dass man mit dem Auto hindurch fahren konnte! Das haben natuerlich auch gleich viele Leute ausgenutzt, um schoene Erinnerungsfotos zu haben. Leider so viele, dass durch das staendige Drueberfahren ueber die Wurzeln, der Baum abgestorben und heute nur noch Kleinholz ist...
Erstmal genug Baeume angeguckt. Anschliessend haben wir uns wieder zum Wasser, diesmal den Conspicious Cliffs, aufgemacht. Die Klippen waren zwar nicht grade beeindruckend, dafuer war der Strand ein richtiger Hingucker.
nur mit Ballanceakt erreichbar...
Und auch vom Lookout wunderschoen
Als naechstes waren wieder Baeume an der Reihe, so haben wir den Giant Tingel Tree bestaunt
Am Abend haben wir es uns in Cristal Springs, einem Campingplatz des d'Entrecosteaux National Parks gemuetlich gemacht und mit einem Australier zusammen die Waerme des Feuers genossen.
Nach einem kleinen Stop am Mandaley Beach
und einem kleinen Zwischenhalt bei den Fernhook Falls, die leider kein Wasser hatten, wandten wir uns doch lieber gleich wieder dem Bestaunen von Baeumen zu. Diesmal verschlug es uns zum Borara Tree, einem ehemaligen Feuerausguckbaum.
Diese Baeume wurden frueher erklettert, um von ihrer Spitze aus die ganze Gegend ueberschauen und grosse Buschbraende damit schon frueh entdecken und damit auch rechtzeitig bekaempfen zu koennen.
Waehrend der Borara Tree schon lange nicht mehr genutzt wurde, weil er zu morsch war, war der Bicentennial Tree, den wir als naechstes ansteuerten, bis zum Ende in Benutzung und ist heute nur durch modernere Methoden ersetzt.
Trotzdem kann man ihn noch immer beklettern, um ein Gefuehl davon zu bekommen, wie der Feuerschutz fueher ausgesehen hat.
Diese gewaltigen Eisenstangen waren rundherum in dem Stamm des Baumes gerammt, so dass sich eine Wendeltreppe ergeben hat.
Ganz schoen hoch, der Baum. Die Oberste Aussichtsplattform ist ueber 75m hoch.
Natuerlich konnten wir es uns nicht nehmen lassen, uns selbst ein Bild zu machen und begannen sofort mit dem Aufstieg. Hoch konzentriert, dass man auch ja nicht abrutscht, denn es gab zwar ein Sicherheitsnetz neben einem, aber keinerlei Sicherheiten falls man Zwischen den Stufen durch fallen sollte...
Doch etwas mulmiges Gefuehl, wenn man da so meterweit runterguckt und weiss dass man keine Sicherheit hat nicht runterzufallen, ausser den eigenen Haenden und Fuessen.
Grade wenn man aus dem sicherheitsverwoehnten Deutschland kommt.
Die obere Kabine war mit ihren steilen Leitern zwar anstrengender, aber bot auch eine angenehme Sicherheit, weil man halt doch immer nur eine Leiterlaenge fallen konnte...
Etwas erschoepft, aber gluecklich und heile oben angekommen
So sieht dann der Ausblick aus, vom hoechsten Baum der Gegend aus
Und auch beim Abstieg schoen ein Bein nach dem anderen und die Stangen gut festgehalten, dass nicht auf den letzten Metern noch was schief geht.
Mit roten Haenden, ausgelaugten Beinen und grossem Respekt fuer die Feuerkaempfer von damals, die diesem Aufstieg regelmaessig bewaeltigen mussten, sind wir wieder auf festem Grund angekommen und haben noch einmal gestaunt.
Nun wirklich genug von Baeumen.
Unser naechster Stopp waren die schoenen Beedelup Falls, die zum Glueck auch Wasser fuehrten.
Danach machten wir uns auf nach Augusta unserem ersten Stop an der wirklichen Westkueste.
Eigentlich gab es auf dem Weg nichts zu spannendes zu sehen, dachten wir!
Doch dann fuhren wir genau auf diesen Anblick zu...
Erschrocken? Jupp wir auch!
Es war bei weitem nicht das erste Mal, dass wir in der Ferne ein Feuer sahen, aber doch wirklich das erste Mal dass wir direkt darauf zufuhren.
Allerdings war es kein unkontrolliertes Buschfeuer, sondern ein geplantes und gut bewachter “Burn off”, also ein Abbrennen eines bestimmten und genau eingegrenzten Stueckes, um zu verhindern, dass es unkontrolliert in Brand geraeht und weitere sich schnell ausbreitende Buschfeuer entstehen.
Auch mit diesem Wissen war es doch noch aufregend, direkt an diesem riesigen Feuer vorbei zufahren
Es war so voller Rauch, dass man die Sonne nicht mehr sehen konnte...
Rocky mitten drin!
Keine Sorge, das war nicht die normale Strasse, sondern nur ein kleiner Weg, wo wir unser Auto kurz in Scene setzen mussten...
Nach diesem Abenteuer sind wir doch im friedlichen Augusta angekommen, wo wir uns zum Abschluss des Tages noch den Leuchtturm auf Cape Leuwin angeschaut haben, bevor wir uns von den ganzen Abenteuern erschoepft ins Bettchen gelegt haben.
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