Samstag, 13. Juni 2009

20.-22.05.2009 – Shark Bay

Da wir in der letzten Nacht noch einiges weiter gefahren waren, als gedacht, war es schon gar nicht mehr weit von unserem naechsten Ziel weg: Shark Bay
Dieses Stueckchen Land ist world Heritagegebiet. Weil es dort eine grosse Vielfalt an maritimen Leben gibt, weil dort eine grosse Kolonie von Stromatoliten existiert, weil es viele Tierarten gibt, die nur dort existieren und weil es in Monky Mia eine grosse Interaktion zwischen Mensch und Tier gibt.
Der Name, der schon zu Pionierszeiten entstanden ist, kommt tatsaechlich von der recht grossen Population von vielen verschiedenen Haien. Allerdings fast alle klein und ungefaehrlich.
Unser erster Halt war in Hamelin Pool, wo wir uns neben den Stomatoliten, die hier deutlich interessanter beschrieben und auch besser zu sehen waren,


(da die Stromatoliten so langsam wachsen, kann man noch heute die Wagenspuren sehen, die die Stromatolienn in fruehen Pionierstagen zerstoert haben)


die Telegraphenstation, die Shark Bay mit der Aussenwelt verbindet und die interessanten Shollblocks angeguckt.



Da den Pionieren hier damals wenige herkoemmliche Materialen, wie Holz und Stein zum Hausbau zur Verfuegung standen mussten sie eine andere Moeglichkeit finden. Die bot sich in Form von Muscheln. Unglaublich viele kleine Muscheln zusammengebacken durch vom Regen angespueltes Silica, bilden hier eine feste Schicht, aus der einfach ganze Bloecke rausgeschnitten wurden. Heute ist das Ganze geschuetzt und die Muschelbloecke werden nur noch verwendet, um aus ihnen gebaute Historische Gebaeude, wie z.B. die Kirche auszubessern und damit zu erhalten.
Weiter ging es nach Denham, der groessten Stadt der Gegend, wo wir Fabian Kamera von der Post abholten. Diese wurde nicht durch eine neue ersetzt, sondern nur repariert, weil der Verschluss angeblich verdreckt war und es damit unsere Schuld war, dass Wasser eingedrungen ist.
Beim Lunch konnten wir diese lustigen Voegel beobachten, wie sie einfach durch die Stadt spazierten und gelegentlich jemandem vors Auto liefen.


Von dort ging es in den Francois Peron Natonal Park, der nur mit 4WD erreichbar ist. Hier war es wirklich sehr sandig, sodass auch wir tatsaechlcih mal den Druck von unseren Reifen runtergelassen haben, um nicht stecken zu bleiben. Wir fuhren fast bis zum oberen Ende des Parks und machten unseren ersten Stop an den South Gregories, bevor wir noch bis zu den Gregories hochfuhren. Dort gingen wir auf eine interessante Schnorcheltour. Wir schwammen an einem Steinriff entlang, wo das Wasser nur sehr flach war, so dass man die vielen kleinen gestreiften Fische ganz aus der Naehe beobachten konnte. Nur manchmal musste man ein bisschen den Bauch einziehen, damit man nicht an den Steinen haengen blieb ;)


Mal wieder verschiedenste Arten von gestreiften Fischen getroffen und auch diesen wunderhuebschen Kameraden, der leider etwas undeutlich ist...


Passend zum Sonnenuntergang kamen wir wieder aus dem Wasser, womit dann auch beschlossen war, dass wir ueber Nacht hierbleiben wuerden.



Waehrend wir brav die Kamera gewaschen haben, genau wie es in den Anweisungen, die mit der Reperaturbeschreibung gekommen war stand, kamen ein paar nette Australier vorbei und haben uns erzaehlt, dass an diesem Strand auch 3,5m grosse Haie unterwegs gewesen sind, als wir im Wasser waren. Gut, dass die da wo wir geschnorchelt sind gar nicht hingepasst haetten... ;)
Am naechsten Morgen ging es gleich weiter zur Bottle Bay



und dann zum Cape Peron, dem obersten Zipfel der Halbinsel. Von dort aus wanderten wir zum Point Skipjack, wo wir von einem Bordwalk aus, Schildkroeten und Rochen und von der Kueste aus auch ganz ganz viele Delphine beobachten konnten. Nur Haie gab es nicht zu sehen... :(




Zurueck am Auto ging die Reise weiter bis zum Bight Head. Das war wohl der schlimmste Abschnitt der Strecke. Hier lagen staendig Aeste auf dem Weg die wir erst wegraeumen mussten, um uns nicht die Reifen aufzustechen und furchtbar sandig war es auch. Am Strand angekommen lockte der Wind Fabian aufs Wasser. Allerdings musste er seinen Versuch schon wieder abbrechen, beovor er auf dem Wasser angekommen war. Es kam ein wenig Regen auf und er Wind wurde unglaublich boeig, sodass wir lieber weitergefahren sind. Oder es zumindest versucht haben. Hier haben wir uns ordentlich festgefahren und mussten doch eine Weile buddeln und schieben, bis wir wieder weiterkonnten.


Bei unserem naechsten Stop der Big Lagoon angekommen, beschlossen wir wegen muckeligem Wetter, fehlender Motivation und dicken Warnzeichen, vor Steinfischen und anderen giftigen Wasserbewohnern doch nicht zu schnorcheln, sondern gleich nach Denham zurueck zufahren, wo wir uns wegen den schlechten Wetter, was auch schon bald einen dicken Regen ergab auf dem Campingplatz zu naechtigen. Dort angekommen sprangen wir bei leichtem Nieselregen noch schnell in den Pool,


bevor wir uns bei Giesskannenregen eine schoene warme Dusche goennten und danach in der ueberdachten und windgeschuetzten BBQArea Zuflucht suchten. Nur das zelt aufbauen war etwas schwieriger als gedacht. Der Boden war so fest, dass die Jungs es erst mit Hilfe eines Bohrers geschafft haben, die Heringe in den Boden zu bekommen. Mit Licht und Strom versorgt konnten wir endlich mal wieder ausfuehlich an unserem Blog arbeiten und auch die ersten Fotos von unserem geimeinsamen Trip angucken.
Am naechsten Morgen ging es frueh raus. Wir wollten nach Monkey Mia, wo eine Gruppe von Delphinen jeden Tag mehrfach in die Bucht kommt und sich den Menschen zeigt. Bei ihren ersten drei Besuchen am Tag werden sie gefuettert. Natuerlich nur bestimmte Delphine, die mit Sicherheit schon gut genug wissen wie man jagd und auch nur eine gewisse kleine Menge, damit sie danach auf jeden Fall noch hungrig sind. Damit wir das Ganze auch ja nicht verpassen, mussten wir schon um 7:30 Uhr da sein. Vorteilhagft klein wie ich bin, hab ich es dank eines netten Herren auch bis in die erste Reihe geschafft, wo die kleine Finn, das kleinste Delphinmaedchen ganz oft, ganz nah vor meinen Fuessen langgeschwommen ist und manchmal kleinen Kunststueckchen gemacht hat. Voll suess! Nach dem die Mitarbeiter des Parks einen mit vielen Informationen ueber den Park, das Projekt und die Delphine versorgt hatten, wurden die Delphine am Ende gefuettert. So wurde immer welche von den Zuschauern ausgewaehlt, um den Delphinen ihre Fische zu geben. Alle um mich herrum wurden ausgewaehlt, nur ich nich :(




Zwar eine nette Sache, aber doch schon sehr touristisch das Ganze. Immerhin waren wir zu einer guenstigen Zeit mit nicht allzu vielen Touris da. Wie uns erzaehlt wurde, sind zu Hauptzeiten bis zu 700Leute gleichzeitig am Strand, bei uns waren es vielleicht 40.
Nach einer kleinen Fruehstueckspause haben Fabian und ich noch versucht ausserhalb der “Interaktionszone”, wo die Delphine gefuettert werden und man nicht ins Wasser darf, mit ihnen zu schnorcheln. Leider sind sie nachdem sie ihre Fische gekriegt haben gleich wieder Richtung Meer abgehauen ohne bei uns Zwischenstation zu machen. Dafuer hoerten wir bei der dritten Runde doch nochmal ein bisschen zu und ich wurde tatsaechlich noch ausgewaehlt und durfte einen von den Delphinen fuettern.

Als es dann wirklich vorbei war mit Delphinen machten wir uns wieder auf den Rueckweg, hielten noch einmal kurz an der Little Lagoon und fuhren dann weiter nach Denham, wo wir uns noch die Kirche anschauten, die ganz aus den Muschelbloecken gebaut ist. Leider war sie nicht mehr ganz so schoen weiss und auch laengst nicht so spektakulaer, wie wir sie uns vorgestellt hatten, aber immer noch interessant.




Schon auf dem Weg die Halbinseln von Shark Bay zu verlassen, stoppten wir noch am Eagle Bluff, wo man vom Boardwalk aus oft Rochen und Haie beobachten kann. Tja, wir hatten das Glueck leider nicht, was fuer uns wohl hiess Shark Bay ohne sharks...



Vom Lookout angelockt, hielten wir noch an einem unbekannten, aber doch sehr schoenen Strand, der voll mit den kleinen Muscheln war, aus denen auch die Muschelbloecke geformt waren.



Auf einer kleinen Sand/Muschelzunge konnte man ein wenig rauslaufen und sich den Stand noch einmal vom Meer aus anschaun.



Fabian ging auch noch eine kleine Runde kiten, aber wieder nicht zu lange, weil der Wind mal wieder boeig und eigentlich nicht genug war.


So fuehrte uns unser Weg noch zu dem beruehmteren Shell Beach, der nur aus diesen kleinen Muscheln bestand, die teilweise bis zu 10m hoch auf den unterliegenden Steinen aufgespuelt wurden.





Unser nun wirklich letzter Stop in der Gegend war die Nanga Bay, danach sind wir nur noch gefahren und gefahren, bis wir in unserer Restarea ankamen und den schoenen Abend mit einem Feuerchen beenden konnten.



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