Dienstag, 24. Februar 2009

30.-31.01.2009 Orbost bis Sale

In Orbost gab es in der Nähe der Touriinfo schöne Ausstellungen. Einerseits einfach einige Kunstobjekte, mit denen eine örtliche Gruppe das Gelände gestaltet hat und andererseits einige Ausstellungsstücke über das Leben, wie es früher in Orbost war.
Da es diesen Morgen wieder furchtbar heiß war, habe ich schon mal ein bisschen das Gelände erkundet, während Fabian im Auto geblieben ist, gelesen hat und extra das Auto angemacht hat, um die Kühle der Klimaanlage genießen zu können.
Ich habe mir die Kunstobjekte angeguckt, die den Ort wirklich interessant und sehenswert machen.



Besonders beeindruckend war der Weg, der komplett aus Mosaik gestaltet war und viele für Australien typische Motive zeigte



danach habe ich mir noch ein bisschen die Landschaft angeguckt, was hauptsächlich den Snowy River, also den Fluss, der aus den Snowy Mountains runter kommt betrifft



und habe dann noch die „erzählende Wand“ gefunden, an der anhand von Bildern die Geschichte des Ortes erzählt wird. Auch dieses Projekt scheint in völlig freiwilliger Arbeit von vielen Ortsansässigen entstanden zu sein.


Wie man sehen kann, haben sie auch wirklich brav von ganz vorne angefangen…


Als ich den Großteil des örtlichen Angebotes abgefrühstückt hatte konnte ich Fabian doch noch motivieren sich mit mir das Heritage Villige, also das geschichtliche Dorf anzusehen.



Danach durfte der arme Mann dann auch zurück in das Auto zur Klimaanlage und wir haben uns auf den Weg nach Nowa Nowa gemacht.
Plötzlich haben alle Alarmlampen geleuchtet und wir haben so schnell wie möglich angehalten. Wie Fabian gleich vermutet hat, war uns ein Keilriemen gerissen.
Wir waren uns nicht sicher, ob wir mit dem Auto noch fahren können und haben zuerst mit ein paar anderen Urlaubern diskutiert, die auch am Straßenrand gehalten hatten.
Da die aber auch nichts wussten, mussten wir weiter fahren bis Nowa Nowa und hoffen, dass es da eine Werkstadt gibt.
Also immer ein Auge auf der Temperaturanzeige, ob der Motor überhitzt du los.
In Nowa Nowa wurden wir leider gewahr, dass die nächste Werkstatt erst in Lake Entrence zu finden sei. Also weiter…
Dort angekommen sagte der Werkstattmensch uns, dass irgendein Teil schief säße, was wohl der Grund sei, warum der Keilriemen gerissen ist und dass es daher wohl länger dauern würde und sie daher erst am Montag Zeit dafür haben würden. Netterweise hat er uns aber noch verraten, dass es noch mehr Werkstätten gibt und dass die vielleicht gleich für uns Zeit haben könnten. Also weiter. Grade als wir vor der nächsten Werkstatt angehalten haben, ist und das Kühlerwasser übergekocht. Zum Glück waren wir gerade angekommen.
Fazit: Temperaturanzeige geht wohl auch nicht, die hat nämlich noch nichts angezeigt.
Zum Glück sind wir hier bald dran gekommen und der Werkstattmann hat gesehen, dass das Teil gar nicht schief ist, weil es verzogen ist, sondern nur nicht festgeschraubt war und deshalb schief saß.
Das haben die Leute in der letzten Werkstatt, die den Keilriemen festgezogen haben, damit er nicht mehr quietscht wohl vergessen, grrrr!
Also das Teil festgezogen und nicht nur den einen sondern gleich alle drei Keilriemen ausgetauscht, weil die beiden anderen auch nicht mehr optimal aussahen.
Die Werkstatt hat uns sehr gefallen, weil alle sehr freundlich und hilfsbereit waren und wir sogar zugucken konnten, was wir bei den anderen Werkstätten bisher nicht gedurft hätten.
Um diesen Schock zu verarbeiten haben wir uns in Lake Entrence einen gemütlichen Tag gemacht. Was anderes war auch gar nicht möglich, weil Fabian schon wieder an seinem Buch festklebte ;)

Was am nächsten Tag immer noch der Fall war. Deswegen konnten wir nicht vor Mittag, als er das Buch dann durch hatte losziehen um uns endlich den eigentlichen Ort anzugucken.
Entlang der Promenade, hat ein Künstler aus einigen Zypressenstümpfen Holzfiguren geschnitzt, um an die Opfer des 1. Weltkrieges zu erinnern.

Über eine Fußgängerbrücke hätte man auch den 90Mile Beach erreichen können, der tatsächlich 90 Meilen, also ca. 140km lang ist, aber dafür war es uns zu warm, sodass wir lieber weitergefahren sind nach Bairnsdale. Am Ortsausgang von Lake Entrance hatte man dann auch einmal einen richtigen Ausblick über die ganze Seenlandschaft, die den Ort umgibt und ihm den Namen gegeben hat.



In Bairnesdale angekommen haben wir als erstes einen Aldi gestürmt und uns gefreut, als wir gesehen haben, dass Aldi nicht nur der erste Laden ist, der hier Essen und Alkohol gleichzeitig verkauft, sondern auch noch deutsches Bier im Angebot hat.


Danach haben wir die beeindruckende St. Mary Church besichtigt


Die Kirche ist mit beeindruckenden Malereien geschmückt, die alle von einem Künstler gemalt sind. Ein Teil nach dem anderen. Die Decke, der Altarraum, die Fenster an den Seiten, und noch weitere Bilder an den seitlichen Wänden, die die Kreuzigungsgeschichte erzählen. Leider durften in der Kirche keine Fotos gemacht werden.

Danach sind wir weitergefahren zum viel umschriebenen Eagle Point, von dem aus die unglaublichen natürlich entstandenen „Silt Jettis“ im King Lake zu sehen sind. Wir konnten uns nicht wirklich was unter den Silt jetties vorstellen (übersetzt in etwa Schlamm Stege), aber da sie so einzigartig sind und die größten der Welt nur zu vergleichen mit denen im Mississippi dachten wir dass es sicher irgendwas ist was toll aussieht.
Na ja, sooo toll waren sie dann allerdings auch nicht. Es war halt einfach nur ein Stück bewachsenes Land im See. (hinten im Bild)


Boah war das spannend. Für den Mist sind wir voll den Umweg gefahren :(
Danach sind wir mit einem kleinen Umweg über Wattle Point, wo wir noch ein bisschen am Strand gesessen haben nach Sale gefahren, was sich als nette kleine Stadt herausgestellt hat,


die allerdings groß genug war, um allerhand Einkaufsmöglichkeiten und einen MC zu haben.
Und einen netten Park in dem wir uns niederlassen konnten.



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