Dienstag, 24. Februar 2009

01.-02.02.2009 Sale bis Inverloch

Als wir in Sale geschlafen haben, hat es über Nacht geregnet, der erste Regen seit 8Wochen. (Deswegen wurde uns bisher in den Touriinfos auch von den ganzen National Parks mit Wasserfällen abgeraten)
Von Sale aus haben wir uns dann wieder auf den Weg gemacht und uns die historische Schwingbrücke angeguckt, die zu bestimmten Zeiten sogar noch schwingt


und schon ging’s weiter nach Seaspray, wo wir dann doch wenigstens einmal kurz am 90Mile Beach waren. Leider war es so stürmisch, dass weder an Schwimmen noch an Surfen zu denken war



Also ging es dann doch gleich weiter zum Tarra Bulga National Park. Einem Regenwald Park mit einigen Wasserfällen, die sich an diesem regnerischen Tag doch schon etwas mehr gelohnt haben.


als erstes die Tarra Falls und später im Tarra Valley die Cythea Falls und eine ganze Menge Bäume




Während Fabian auf dem Klo war wurde ich von einem kleinen schwarzen Wurm angefallen. Er saß auf meinem Bein und ich hab ihn weggewischt. Dann hatte ich ihn an den Fingern und bin ihn nicht mehr losgeworden. Habe ihn bestimmt viermal von einem Finger auf den anderen gewischt, bevor ich ihn losgeworden bin.
Fabian hat sich natürlich wieder über mich lustig gemacht.
Als wir einen halbe Stunde später in der Touriinfo des Parks waren und mit einem anderen Manne einen Film über den Park gesehen haben, hat besagter Mann uns vor genau diesen Würmern gewarnt. Sie verbeißen sich in der Haut und saugen sich dann mit Blut voll, wenn man sie abreist, hinterlassen sie irgendein Gift, nur was dieses Gift macht hat er uns nicht verraten. Aber er hat uns noch den Tipp mitgegeben Salz mitzunehmen, da die Würmer abfallen, wenn man sie mit Salz beschüttet.
Gesagt getan!
Also mit voller Ausrüstung durch den Regen im Regenwald


Und natürlich auch über die tolle Suspension Bridge, die Fabian (wie wohl alle kleinen Jungs :P) gleich zum wackeln bringen wollte



Und wie es kommen musste, wurde ich natürlich noch mal von so einem Wurm angefallen. Wieder vom Bein an die Hand gewischt. Und dann sofort mit Salz überschüttet bis er abgefallen ist!
In all der Panik hab ich mir leider keine Zeit genommen ein hübsches Bild zu machen ;)

Als wir nach unserer Wanderung auf den Parkplatz zurück kamen haben wir ein paar Papageien gesehen


Leider nicht getroffen haben wir die Lyerbirds, die ähnlich wie die Pfauen ihren Schwanz fächern können und zusätzlich keinen eigenen Ruf haben, sondern alle möglichen anderen Geräusche imitieren.
Sehr interessant war auch eine Ausstellung in der Tourinfo, die z.B. Bilder hatte von Siedlern, die in den welchen der riesigen Baumstämme richtige kleine Häuser gebaut haben, wenn diese nach einem Blitzschlag hohl waren und auf dem Boden lagen.

Da wir schon mal dabei waren haben wir uns gleich die nächsten Wasserfälle, die Agnes Falls angeguckt. Auch diese hatten zwar sicherlich mehr Wasser als in den letzten Tagen oder Wochen, auch gerade reißend, waren sie nicht…


Danach ging es weiter nach Foster, wo wir uns für die Nacht niedergelassen haben.

Und schon sind wir in den nächsten National park aufgebrochen. In Wilsons Promotory, eine Halbinsel in der Tasmanischen See.
Ein sehr schöner Park, mit viel zu vielen Wegen.


Teil des Parks ist der südlichste Punkt von Australiens Festland, wo wir nachdem wir schon am östlichsten Punkt waren, natürlich auch hin wollten. Wovon wir nichts wussten, sind die 20km Wanderweg bis dahin. Also haben wir eine halbe Stunde in der Touriinfo hin- und herdiskutiert, ob wir diese Tour oder eine andere machen und wie wir es hinkriegen mit dem Schlafen zwischendurch und unseren Vorräten.
Dazu kam, dass ich leider die Speicherkarte der Kamera schon wieder voll geknipst hatte und wir keinen Strom hatten um die Fotos auf den Laptop zu ziehen. Nach dem ganzen hin und her war die Laune auch so weit runter, dass wir uns einfach entschieden haben nur kurz an den Strand zu gehen und dann wieder zu fahren und später von Melbourne aus noch ein Mal wieder zu kommen und den Park ausgiebig zu durchforsten. Also am besten mit 4-5 Leuten losziehen und eine mehrtätige Tour machen um gemütlich alle spannenden Lookouts zu sehen und auch alle Strände auszuprobieren. Da man mit ordentlicher Vorbereitung auf jeden Fall weiter kommt und sich mit einer größeren Gruppe auch nicht so schnell auf den Puffer geht, wie wenn man zu zweit ein paar Tage fast nur wandert.


Also sind wir noch weiter gefahren bis Sandy Point und haben den Ned Neals Lookout erklommen, wo man wie der Name schon sagt, recht viel Sand sehen kann.
Und dann noch weiter nach Inverloch, einem weiteren netten kleinen Städtchen am Meer.
Auf dem Weg haben wir ganz viele kleine, süße Kaninchen am Straßenrand gesehen und im Gebüsch ein Enchinda.
In Inverloch angekommen haben wir (mal wieder in einer öffentlichen Toilette) endlich eine Steckdose gefunden, damit wir die Fotos von der Kamera ziehen konnten.
Zur Feier des Tages haben wir uns dann ein schönes Schnitzel mit Pommes und Salat gegönnt.
Auf dem Parkplatz haben wir dann noch einen besoffenen Australier kennen gelernt. Ein Cowboy aus dem Norden Queenslands, der wegen Überflutung gerade Zwangsurlaub bei seinen Großeltern gemacht hat. Er war zwar nicht der Hellste aber doch recht lustig und hat uns noch ein paar Tipps und ein paar Adressen verraten für den Fall, dass wir mal auf einer Farm arbeiten möchten.
Als der wieder gegangen war haben wir den Tag mit einem Spaziergang am nebligen Strand abgeschlossen.



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