Donnerstag, 24. September 2009

05.-13.09.2009 – Brisbane again

Nach dem wir bei Regen ein bisschen ausgeschlafen hatten, setzten wir unsere Langzeitbegleitung Jan im Hostel ab und verabschiedeten uns Richtung Brisbane. Jan wollte noch ein wenig in Rainbow Baech bleiben und bald zu der Farm in Gympy fahren, wo er Arbeit hatte.
Den Kopf mal wieder ein paar Autosorgen im Kopf fuehren wir auch direkt durch nach Brisbane, um unseren Autohaendler, Jason aufzusuchen und mit ihm ein paar Fragen bezueglich der Rego zu klaeren, die nach 10Monaten noch immer nicht auf unseren Namen geaendert wurde...
Bald wurde uns damit auch bewusst, dass wir unsere komplette Runde um Australien vollendet hatten und unserer grossen Reise bald das Ende bevorsteht.


Abends trafen wir uns mit Nils und Wiebke, den zwei kitenden Hamburgern, die wir beim segeln kennen gelernt hatten wieder. Karo checkte im gleichen Hostel wie die beiden ein und wir zwei suchten uns einen Schlafplatz ganz in der Naehe. Da grade ein grosses Rugbyspiel im Gange war, suchten wir uns eine nette Kneipe in der wir das match zwischen Australien und Suedafrika verfolgen konnten und setzten uns danach noch in einer anderen Bar zu einem netten Getraenk zusammen.
Im grossen und ganzen drehte sich unsere gute Woche Brisbaneaufenthalt hauptsaechlich um den Autoverkauf. Wir haben in jedem Hostel und an allen schwarzen Brettern, die wir gefunden haben unsere Anzeige auf und stellten es auf noch mehr Internetseiten.
Bei Jason konnten wir dann so weit vorkommen, dass er das Auto gleich auf den Namen des naechsten Kaeufers umschreibt und haben auch so viel mit ihm hin und her diskutiert, dass wir jetzt glauben, dass es diesmal wirklich klappen sollte. Mit dem einzigen Problem, dass wir ihm ja sonst auch geglaubt haben...
Waehrend wir die Anzeigen schon von $7000 runtergenommeen hatten auf $6000, sagten uns unsere beiden ersten Interessente, ein deutsches und ein hollaendisches Paerchen, beide sofort, dass sie maximal $4000 zahlen koennen. Deprimiert und verzweifelt davon, dass die beiden uns gleich so runterhalndelten, dass die Regosache immer noch von Jason abhaengt, wir kein Roadworthy Certificate bekommen konnten, was man offiziell fuer den Autoverkauf braucht und wir nicht mehr wirklich viel Zeit haben gingen wir schon rum und aenderten den Preis auf dem Anzeigen in den Hostels auf $4500.
Dazu kam, dass die Deutschen sich gegen das Auto entschieden und wir die Nummer der Hollaender verlohren hatten. Das hat uns dann richtig deprimiert. Im Nachhinein gesehen, war es Glueck im Unglueck. Kurze Zeit nachdem wir die Preisaenderung vorgenommen hatten rief uns noch ein deutsches Paerchen an. Nachdem sie sich das auto ein wenig angeschaut hatten, waren sie sofort begeistert und wollten es haben. Als wir dann auf das Gespraech mit dem Preis kamen, stellten wir fest, dass sie kurz vor uns durch die Hostels gelaufen sein muessen und die Anzeige grade noch mit dem alten Preis von $6000 gesehen haben. Gnaedigerweise liessen wir uns dann noch auf $5600 runterhandeln ;)
In den naechsten Tagen regelten wir das Papierkrams mit Jason, machten einen letzten Oelwechsel, raeumten das Auto aus und packten unsere Koffer, waehrend die beiden entschieden, was von unserer Ausruestung sie behalten wollten und erzaehlten den beiden alles was wir uebers Auto wissen und was wir sonst noch so an Tips parat hatten.
Abgesehen vom Autoverkauf mussten wir uns auch noch um die rueckzahlung unserer Steuern kuemmern, was gar nich so ganz einfach war, Fabian musste noch an seiner naechsten Praktikumsbewerbung und ich mal wieder am Blog arbeiten.
Nebenbei organisierten wir uns einenen Lift nach Sydney, einen Australier mit einem zum Wohnmobil umgebauten Bus, der uns am 13. von unseren Autokaeufern abholen und nach Sydney zu unserer neuen Unterkunft mitnehmen wollte. Als Unterkunft hatte wir uns ueber Couchsurfing einen jungen Australier namens Dave gesucht, der in einem netten Ortsteil noerdlich der Stadt wohnt. So weit so gut, alles organisiert. Wohl fast zum ersten Mal in Australien;)
Und wenn wir uns grade mal nicht mit Autoverkauf, Organisation und aehnlichen quaelenden aufgaben beschaeftigten, genossen wir Brisbane, trafen uns mit Nils, Wiebke und Karo, gingen einen trinken, genossen das Open Air Konzert, von Cat Empire (einer Band aus Melbourne), entspannten am Brisbane River in Southbank, viel mit unseren 'Nachbarn” zwei deutschen Jungs, deren Auto neben unsereem stand geschnackt und uns mit ihnen umsonst ins Kino geschummelt, um unserer Backpackerdreistigkeit eine Krone aufzusetzten und unter den 2,5 Filmen die wir uns angesehen haben auch den neuen Pixarfilm, Up bzw. Hoch gleich in 3D zu schaun.
Also alles in allem neben der Organisation, eine sehr schoene Zeit.






Als dann unser letzter Abend gekommen war, schauten wir uns mit Christin und Stefan, den Kaeufern unseres Rockys das Riverfire an. Ein riesiges Feuerwerk auf dem Brisbane River, das den Start der Feierlichkeiten zu Brisbanes 150. Geburtstag gab und nahmen danach noch ein paar gemuetliche Getraenke.
Am naechsten Morgen packten wir die letzten Sachen und sassen schon zur Schuesselabgabe mit den beiden zusammen, als wir die Nachricht von unserem Lift sahen. Sein Bus war kaputt und er wuerde fruehstens am naechsten Morgen losfahren koennen. So mussten wir die Schluesseluebergabe noch mal abblasen und uns noch eine zweite letzte Nacht erbitten.
Um unsere neu gewonnene Zeit zu nutzten, gingen wir unsere Waesche waschen und seetzten uns danach noch zu Burger King, um dort den Strom anzuzapfen. Irgendwann am Nachmittag bekamen wir dann die naechste Nachricht von unserem Lift. Die Reperatur von seinem Bus wird mindestens eine Woche dauern. Da haben wir erstmal bloed aus der Waesche geguckt. Froh grade Strom zu haben ueberflogen wir die Moeglichkeiten die wir hatten: Fliegen, Bus, Zug, Mietwagen, anderer Lift. Andere Liftangebote, die schnellgenug fuer uns in Sydney ankamen gab es nicht, fuer Mietwagen waren wir auch viel zu spontan, an einen Inlandsflug war mit unserem Gepaeck gar nicht zu denken und die Zuege hatten auch boese Gepaeckbeschrankungen. So blieb uns nur noch der Greyhound Bus, der zwar auch Gepaeckbeschraenkungen hatte, aber uns die groesste Hoffnung liess, dass sie trotzdem alles mitnehmen und vielleicht sogar nichts dafuer berechnen.
So wurde schnell gebucht, zurueck zum Auto gelaufen und Christin und Stefan bescheid gesagt. Die beiden waren so lieb uns noch zum Zug zu bringen, was bei unserem gepaeck auch wirklich noetig war und schon gings los. An der Greyhoundstation angekommen und eingecheckt wagten wir es dann einen anderen Reiseanbieter der grade nichts zu tun hatte zu fragen, ob er unser Krams mal wiegen wuerde. Unser Kitegepaeck hatte 34kg, die grossen Rucksaecke jeweils 17kg, der dritte Rucksack den wir noch dabei hatten 18kg und unser Handgepaeck 7kg. Sodass wir mit jeder einen Rucksack vorne, einen rucksack hinten bepackt, zusammen 93kg durch die Stadt geschleppt hatten.
Ab in den Bus und mit dem Blick auf 17h Busfahrt versuchen moeglichst viel zu schlafen. Aber nix da mit 17h. Nachts um drei sind wir liegen gebieben und mussten drei Stunden auf den naechsten Bus warten, weil der Busfahrer es selbst nicht reparieren darf, weil es ja nicht sein Job ist. Und das bei eisiger Kaelte, weil der Bus ja nicht die ganze Zeit laufen konnte. Wir haben echt Glueck mit Bussen! So schlecht vorbeireitet wie wir durch unsere doch her spontane Abreise waren, hatte ich natuerlich auch nich grade viel zum Anziehen im Handgepaeck, aber zum Glueck hat mich eine liebe Oma gerettet, die genug Decken dabei hatte, dass sie uns eine abgeben konnte. Und dann ging es endlich weiter Richtung Sydney...

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