Bald hatten wir uns dann unseren Schlafplatz (Parkplatz der Bahnstation) ausgesucht und fuhren mit einem Teil der Gruppe bis in die Stadt, um weitere Nachtquartiere/Gepäcklagerstationen, einen kleinen Imbiss und dann die optimale Position für das Feuerwerk ausfindig zu machen!
Nachdem uns die Information zugespielt wurde, dass der Botanische Garten (angeblich beste Sicht) um halb zehn morgens schon längst überfüllt war, entschlossen wir uns doch dem Tipp zu folgen es beim Blues Point zu versuchen! Da wir durch einen Irrtum an der falschen Haltestelle ausgestiegen sind, landeten wir dann doch direkt an der Harbour Bridge und beschlossen, das Feuerwerk vom dortigen Park aus zu bestaunen.
Dort angekommen, wurden schnell die letzten Flaschen Bier mit dem Ultimativen FlipFlop entkorkt
Auf Wunsch eines einzelnen Herren extra nachgestellt (leider mit falschem Getränk).
und geleert, da in der Öffentlichkeit, ja kein Alkohol erlaubt ist und die Taschen und alles beim Eingang, der einzelnen Parks, die extra für das Angucken des Feuerwerks abgesperrt waren, streng kontrolliert wurden.
Also haben wir und bis auf den besten Platz vorgekämpft und hatten schon am Tage eine schöne Aussicht auf die Harbour Birdge,
die Oper
und die Skyline
Da wir direkt am Wasser saßen, hatten wir auch die Möglichkeit uns in unserem kleinen Privatpool zwischendurch die Füße abzukühlen…
So ganz ohne Getränke kam man sich für Silvester doch etwas unpassend vor, sodass einige von uns sich noch einmal rausgewagt haben, um vom nächsten Bottelshop O-Saft und „Sprite“ und Eis zu kaufen. Der so getarnte Vodka kam dann auch problemlos rein und konnte genossen werden.
Da wir schon um halb eins Mittags da waren, konnten wir das ganze Showprogramm genießen. Angefangen mit den ganzen Flugzeugwerbungen am Himmel
über das gesamte Polizeiaufgebot
das Feuerwehrboot in vollem Einsatz
und die großartige Veränderung der Szenerie beim langsamen Dunkelwerden
Besonders lustig waren auch die (geschätzten) 3 indischen Großfamilien, die es sich vorne an der Wasserkante gemütlich gemacht hatten und sich auch von mehreren Warnungen von uns, dass die Flut vor Mitternacht zurück sein würde nicht verschrecken ließen. Bis… nach und nach der eine nach dem anderen ging, wenn er von den Wellen ganz nass gespritzt war…
Während die Lage im Park noch sehr entspannt war, als wir angekommen sind, hatte er sich in den letzten Stunden immer mehr mit Leuten gefüllt. Die Breite des Weges bis zu unserem Sitzplatz hatte sich schon von 1,5m auf wenige cm zusammengeschrumpft und teilweise an nichts mehr als den stehenden, langsam vorwärts wälzenden Mengen erkennbar war.
Leider war mir das bei meiner Toilettenplanung nicht ganz so bewusst gewesen. Als ich schon dringend musste als ich losging und bei dem von 3min auf 15min verlängerten Weg fast die Nerven verloren habe, kam die böse Überraschung allerdings erst als ich vor der langen Reihe der 20 Dixis angekommen war. Statt wie beim letzten Mal sofort ranzukommen, stand ich mit meiner inzwischen schon schmerzenden Blase an einer ewig langen Reihe mit mindestens 20 Leuten an. Während ich da stand und wartete, vor mich hin- und hergetänzelt bin und schon Rachepläne gegen die Leute geschmiedet habe, die drei mal so lange auf dem Pott brauchen wie es eigentlich nötig ist, ging es nur langsam vorwärts. Am Ende kam ich doch noch an die Reihe, kurz bevor ich den Plan verwirklicht habe einfach vor das doofe Plastikklo zu pinkeln. Nachdem ich mich dann wieder auf dem langen Rückweg gemacht hatte, habe ich vorsichtshalber den Rest des Tages nichts mehr getrunken…
Um Neun, als es dann ganz dunkel war gab es ein Familienfeuerwerk, das einem das Warten dann zum Glück etwas verkürzt hat. Bald danach fuhren unglaublich viele kleine und große Boote mit lustiger oder einfach nur schöner Beleuchtung eine große Runde durch den Hafen.
Der weitere Abend wurde noch mit dem Bestauen der verschiedenen Brückenbeleuchtungen verbracht, was dann doch zu akuter Müdigkeit und platt gesessenen Hintern kurz vor Mitternacht führte!
Und dann endlich…
Das lang ersehnte große Feuerwerk!
Sobald wir mal schnelleres Internet haben, gibt es auch ein kleines Video davon.
Nachdem sich alle in die Arme gefallen waren, um sich ein schönes neues Jahr zu wünschen, die wichtigsten Telefonate geführt worden waren und die Schiffe noch eine zweite Ehrenrunde gedreht hatten, war der Park auch soweit geleert, dass wir uns auch an den Weg bis zum Ausgang gewagt haben.
Leider wurde unsere Tour, dann doch an der Bahnstation unterbrochen,
die war einfach so überfüllt, dass wir ein bisschen durch die Stadt wandeln mussten um abzuwarten und eine andere Bahnhaltestelle zu finden, die nicht ganz so überfüllt war, bevor wir dann „nach Hause“ fahren konnten, um in unser Bettchen zu kriechen.
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